08.11.2016, 14:26 Uhr

Tourismus Die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald entwickelt sich gut

Foto: Bezirk NiederbayernFoto: Bezirk Niederbayern

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich informierte sich über die Arbeit der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald und die Entwicklung des Tourismus.

FRAUENAU Der Tourismus ist eine tragende Säule für den Bayerischen Wald und die Wirtschaft in Ostbayern. Er trägt maßgeblich zu Einkommen, Beschäftigung und regionaler Entwicklung bei. Die Regionalentwicklung erfolgreich und nachhaltig zu gestalten ist daher eines der Anliegen von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Aus diesem Grund informierte er sich kürzlich beim Aufsichtsratsvorsitzenden der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald, Bürgermeister Herbert Schreiner, über die aktuelle Entwicklung. "Der Bayerische Wald ist eine wunderbare Region – sowohl zum Leben als auch für Urlaub und Erholung. Die einzigartigen Möglichkeiten, die der Bayerische Wald für Urlauber und Gäste bietet, sollten daher noch stärker bekannt gemacht werden. Vor allem aber ist es wichtig, die Vorzüge unserer schönen Region gemeinsam zu vermarkten, um damit das Image weiterhin positiv zu stärken und die Gästezahlen zu steigern", betonte Dr. Heinrich.

Die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald (FNBW) war 2014 als touristische Vereinigung gegründet worden. Sie besteht aktuell aus 13 Gemeinden, die an das Kerngebiet des Nationalparks angrenzen. Die Gemeinden Bayerisch Eisenstein, Eppenschlag, Frauenau, Hohenau, Kirchdorf, Langdorf, Lindberg, Mauth-Finsterau, Neuschönau, Sankt Oswald-Riedlhütte, Schönberg, Spiegelau und Zwiesel haben sich zusammengeschlossen, um die Ferienregion rund um den „Urwald“ Bayerischer Wald, den ältesten Nationalpark Deutschlands, gemeinsam zu vermarkten. Dabei setzt die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald unter anderem auf die Ursprünglichkeit der Region, auf die Naturvielfalt und die Vielzahl an Freizeitaktivitäten, die es gibt. Mit dem Slogan „Vom Wald das Beste“ fasst die FNBW die Angebote zusammen: Vom Wander- und Aktivurlaub, über kulturelle und kulinarische Highlights bis zum entspannten Wellness- oder Familienurlaub.

"Ziel der Gründung war unter anderem, die touristische Vermarktung zu zentralisieren, die Strukturen der zahlreichen Touristeninformationen zu vereinheitlichen und gemeinsam schlagkräftig für unsere Region zu werben; gemäß unserem Motto: Gemeinsam sind wir stark als Ferienregion!", so Herbert Schreiner. "Wir sind der zentrale Ansprechpartner für die Gäste und die touristischen Betriebe in der Ferienregion."

Ein Grund für die Neuausrichtung der touristischen Vermarktung war, dass die Übernachtungszahlen um rund 50 Prozent zurückgegangen waren, auf 600.000 Übernachtungen im Jahr 2010. Die an der FNBW beteiligten Kommunen haben seit der Gründung die eigene Werbung eingestellt und zahlen in die FNBW ein. Diese präsentiert die Region unter anderem mittels Internetauftritt, Katalog, Prospekten, Teilnahme an den großen Tourismusmessen und Fernsehbeiträgen. "Die Struktur und das Marketingkonzept stehen. Die FNBW ist sehr erfolgreich. Darin sind sich zwölf der 13 Bürgermeister einig", betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Herbert Schreiner und verwies dabei auf die aktuellen Diskussionen mit dem Bürgermeister der Stadt Zwiesel, der entgegen einem Zwieseler Stadtratsbeschluss aus der FNBW aussteigen möchte. "Wir sind mit der FNBW auf allen wichtigen großen Tourismusmessen vertreten. Bei Suchmaschinenanfragen im Internet liegen wir mit 'Nationalpark Bayerischer Wald' nach dem Suchbegriff 'Bayerischer Wald' und der Suche nach der Firma 'Schott Zwiesel' an dritter Stelle. Die Übernachtungszahlen sind nach den Rückgängen in den 2010er Jahren wieder stabil. In Zwiesel stagnieren sie jedoch aufgrund der Schließung eines großen Hotels und des Campingplatzes", informierte Schreiner, der auch Bürgermeister in der Gemeinde Frauenau ist. Derzeit würden in der Ferienregion, beispielsweise auch in Frauenau, zahlreiche Hotels renoviert. "Für 2017 rechne ich daher mit einer Steigerung der Übernachtungszahlen", so Schreiner.

Die Marke Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald ist, so Schreiner, erfolgreich aufgebaut worden. "Die Vermarkung einzelner Kommunen ist nicht mehr zeitgemäß. Dies zeigen auch die Marketingaktivitäten andernorts: In Österreich wird beispielsweise Kärnten und nicht Villach beworben, in Italien Südtirol und nicht Meran." Deswegen sei es jetzt wichtig, die Vermarktung der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald weiter gemeinsam voranzutreiben, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende.

"Das Erreichte stabilisieren, die Übernachtungszahlen möglichst erhöhen und die Energie in gemeinsame Aktivitäten umzusetzen – das muss Priorität haben", betonte auch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. "Nur so kann das Image unserer Region gestärkt werden: Und dies ist wichtig, um langfristig touristisch und wirtschaftlich erfolgreich zu sein."

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