27.07.2016, 09:40 Uhr

18 Mitarbeiter erwerben das Zertifikat für „Newborn Life Support“ Geburtshilfeteam in Zwiesel bestens ausgebildet

Foto: Arberlandklinik ZwieselFoto: Arberlandklinik Zwiesel

Die Mitarbeiter der Geburtshilfe an der Arberlandklinik Zwiesel bilden sich ständig weiter. Wichtiger Baustein für die Versorgung: Was ist zu tun, wenn ein Baby reanimiert werden muss?

ZWIESEL Was ist zu tun, wenn ein Notfall eintritt und ein Kind unmittelbar postnatal reanimiert werden muss? Das Geburtshilfe-Team der Arberlandklinik Zwiesel ist bestens auf diese Situation vorbereitet. Chefarzt, Gynäkologen, Anästhesisten, Anästhesiepfleger, Hebammen und Kinderkrankenschwestern – alle, die mit einer Reanimation konfrontiert werden können, wurden kürzlich im Rahmen einer Neonatologieschulung durch das Kurszentrum für Neugeborenen-Reanimation (Newborn-Life-Support – kurz NLS) vom Klinikum Nürnberg-Süd wieder auf den neuesten Stand gebracht.

Dieser NLS-Kurs richtet sich vor allem an Berufsgruppen, die routinemäßig mit Neugeborenen arbeiten. Die Versorgung eines neugeborenen Kindes ist eine besondere Herausforderung. Das rechtzeitige Erkennen einer lebensbedrohlichen Situation und ein rasches, umsichtiges Handeln sind die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Management. Die Seltenheit von Notfällen und der hohe emotionale Druck können jedoch zu ungeordneten Handlungsabläufen während einer Notfallversorgung führen.

„Wir freuen uns, dass bereits zum dritten Mal im jährlichen Rhythmus die hochwertige Schulung von einem qualifizierten und engagierten Team durchgeführt werden konnte“, so Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. med. Josef Reitberger. „Ziel der Veranstaltung war es, das gesamte Team immer wieder und regelmäßig in der Versorgung des unerwartet kranken Neugeborenen nicht auswärts in einem Spezialzentrum zu schulen, sondern an den eigenen Geräten auf den Ernstfall vorzubereiten.“

Insgesamt 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchten den eintägigen Newborn-Life-Support-Kurs, der in der Arberlandklinik Zwiesel von einem fünfköpfigen Team der Kinderklinik Nürnberg abgehalten wurde. Zum Schulungsteam gehörten Michael Lothes (Leiter des Kurszentrums und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger mit der Fachweiterbildung Pädiatrische Intensivpflege) und Dr. med. Stefan Schäfer (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit der Schwerpunktbezeichnung Neonatologie) sowie drei Intensivpflege-Mitarbeiter aus Nürnberg und Karlsruhe. Das Spektrum dieses Ein-Tages-Kurses reichte von der Versorgung des reifen Neugeborenen bis hin zur Reanimation des kritisch kranken Neugeborenen nach den vorgegebenen Leitlinien des European Resuscitation Councils. Es wurden die Besonderheiten der ersten Lebenswochen und die notwendigen Fähigkeiten für eine Neugeborenen-Reanimation vermittelt.

„Ein Erfolg des Managements in der Geburtshilfe ist es, dass diese Notfälle sehr selten vorkommen, doch gerade dieser Umstand macht die regelmäßige Übung am Phantom umso notwendiger“, so Chefarzt Dr. Reitberger. Weitere Übungen werden in kleinerem Rahmen ebenfalls regelmäßig durchgeführt. „Das regelmäßige Training gehört zum Grundprinzip der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe“, so der Chefarzt weiter. Dies werde auch von der Geschäftsführung so gefördert.


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