20.06.2013, 09:48 Uhr

Achtung Autofahrer! Hitzeschäden auch auf A 94 möglich!

Foto: kamera24Foto: kamera24

Die extreme Sonneneinstrahlung der letzten Tage, hat zu schweren Schäden an Beton-Autobahnen geführt, das könnte auch auf der A 94 passieren

LANDKREIS ALTÖTTING/MÜHLDORF Das könnte bei großer Hitze und extremer Sonneneinstrahlung auch auf unserer A 94 passieren: Am Mittwoch, 19. Juni, hat sich gegen 15.30 Uhr hitzebedingt die Fahrbahndecke der Autobahn A93 an der Anschluss-Stelle Abensberg gewölbt. Dies führte zu einem Verkehrsunfall mit fünf Fahrzeugen, wobei ein Motorradfahrer an der Unfallstelle verstarb - so die Meldung der Wochenblatt-Redaktion Kelheim (mit Fotos von der Unfall-Autobahn) zu dem tödlichen Unfall und seiner ungewöhnlichen Ursache.

Diesen sogenannten "Blow Up" des Betonfahrbahnbelags der Autobahn erklärt der Sprecher der Autobahndirektion Süd, Josef Seebacher, so: „Derzeit haben wir eine so besondere Sonneneinstrahlung, dass sich die einzelnen Betonplatten der Fahrbahndecke voll Hitze saugen und sich mit über 60 Grad extrem ausdehnen. Da geraten dann die einzelnen Platten aneinander, haben keinen Platz mehr,  brechen explosionsartig auf und stellen sich hoch.” Das kann Verwerfungen von bis zu einem halben Meter geben - eine große Gefahr für alle Fahrzeuge auf der Autobahn.

Auf der A 94 ist es bisher noch nicht zu solchen Schäden gekommen, trotzdem sollten Verkehrsteilnehmer wachsam sein, nicht zu schnell fahren und ein besonderes Auge auf die Fahrbahn haben - rät der Fachmann. Betonfahrbahnen erkennt man an den Quernähten über die Fahrbahn, ca. alle 5 Meter, am „Drüberhoppeln” mit dem Fahrzeug oder am Geräusch. Solche Autobahnen aus einzelnen Betonplatten wurden in den 80er Jahren gebaut. Heutige Betonfahrbahnen werden aus längeren Betonteilen und aus verbessertem Material gebaut.

Um vor eventuellen Schäden zu warnen, fahren die Mitarbeiter der Autobahndirektion Süd derzeit die Autobahnen ab. Auch auf der A 93 wurde am Mittwoch die Strecke kontrolliert - alles in Ordnung - 10 Minuten später riss die Betonplatte auf und es kam zu dem tödlichen Unfall.

Seebacher geht davon aus, dass nach der Sonnenwende, wenn die Tage wieder etwas kürzer werden und die Sonne ihren Einstrahlwinkel ändert, auch das Risiko solcher „Blow Ups” zurückgeht.

Auch Asphalt macht bei dieser Wetterlage Probleme. Seebacher: „Die A 9 mussten wir gestern auf drei Spuren sperren, dort ist der Asphalt geschmolzen!”

Die Betondecken sollen in den nächsten Jahren nach und nach ausgetauscht werden. Bis dahin heißt es: Augen auf im Autobahnverkehr!


0 Kommentare