21.12.2018, 20:42 Uhr

Zwei Mädchen (11) starben Bewährungsstrafe für Reischacher Unglücksfahrerin

Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com (Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com (Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)

Der Unfall, der den Landkreis Altötting 2018 am schwersten erschütterte, hat sein juristisches Ende gefunden.

REISCHACH. Zwei elfjährige Mädchen wurden am 23. Februar 2018 Opfer eines tragischen Verkehrsunfalls. Die Fahrerin des Minivans, der die Mädchen erfasst hatte, erhielt nun einen Strafbefehl vom Amtsgericht Altötting. Die Unfallverursacherin wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem muss sie eine Geldauflage von 2.000 Euro zahlen und ihren Führerschein für einen Monat abgeben. Ihr Rechtsanwalt Erhard Frank betonte, seine Mandantin habe das trotz der Tragik ausgesprochen hohe Strafmaß nur akzeptiert, um den Angehörigen der Kinder eine Gerichtsverhandlung zu ersparen.

Der tragische Unfall ereignete sich gegen 13.40 Uhr, nachdem die beiden Mädchen aus dem Schulbus ausgestiegen waren. Die Unfallverursacherin war mit 71 km/h unterwegs. Aufgrund des Zeichens „Schulbushaltestelle“ und des entgegenkommenden Schulbusses hätte sie, so das Gericht, ihre Geschwindigkeit verringern müssen, um rechtzeitig anhalten zu können. Die beiden Schülerinnen, die hinter dem Bus die Fahrbahn überqueren wollten, wurden von dem Minivan erfasst und schwer verletzt. Sie starben noch am gleichen Tag im Krankenhaus.


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