27.08.2017, 20:32 Uhr

Tragisches Bergunglück in Österreich Fünf Bergsteiger sterben – alle aus dem Landkreis Altötting

Foto: Jürgen Masching/zillertalfoto.at (Foto:Schmid)Foto: Jürgen Masching/zillertalfoto.at (Foto:Schmid)

Am Sonntag, 27. August, hat sich in Österreich ein schwerer Unfall ereignet. Fünf Menschen fanden bei Krimml den Tod, als die Seilschaft abstürzte, ein Bergsteiger wurde schwer verletzt.

PASSAU/ALTÖTTING UPDATE +++ Das berichtet die Bergrettung über das Unglück  auf ihrer Homepage bergrettung-salzburg.at (siehe unten)

"Die sechs bayerischen Bergsteiger waren von der Zittauerhütte in Richtung Gabler (3263m) unterwegs. Im Bereich der Mannlkarscharte (Einstieg Wildgerloskees, auf etwa 3000 Metern Höhe) kam einer der sechs Bergsteiger am blanken Eis ins Rutschen.

„Die Männer waren in einer 6er Seilschaft unterwegs“, so Franz Gensbichler, Einsatzleiter der Bergrettung Krimml, „die letzten Zwei versuchten den Sturz noch mit Pickeln zu halten, jedoch vergeblich.“

Die Gruppe stürzte etwa 200 Meter über den Gletscher und in Folge über Felsen in eine Randkluftgletscherspalte. Ein Bergführer, der in diesem Gebiet ebenfalls unterwegs war, hatte den Absturz beobachtet und die Rettungskräfte kurz nach 10 Uhr alarmiert.

Nur ein Bergsteiger überlebte das Unglück schwerverletzt und wurde von einem Rettungshubschrauberteam ins Unfallkrankenhaus nach Salzburg gebracht. Die Bergung der Toten war aufgrund der Steinschlaggefahr schwierig. Zwei Polizeihubschrauberteams (aus Tirol und Salzburg) übernahmen gemeinsam mit Krimmler Bergretter die Bergung der Toten. Im Einsatz waren Alpinpolizei, verschiedene Rettungshubschrauberteams und acht Bergretter aus Krimml.

„Derzeit sind die Gletscher extrem eisig und es braucht viel Erfahrung. Dazu kommt auch eine große Steinschlaggefahr“, so Franz Gensbichler. Er rät nicht erfahrenen Alpinisten bei diesen Verhältnissen von solchen Touren ab."

ERSTMELDUNG +++ Zunächst war unklar, woher die Bergsteigergruppe stammt. Am Sonntagabend wurde dann die erste Vermutung Gewissheit: Die Gruppe stammte aus Bayern, besser gesagt aus dem Raum Altötting sowie dem Raum Passau. Das meldet der Bayerische Rudnfunk und beruft sich auf die Polizei vor Ort.

Offenbar kam einer der Bergsteiger an einem Gletscher ins Rutschen und riss die anderen mit in die Tiefe. Nach Angaben einer weiteren Gruppe, die den Unfall mitansehe musste, wollte die Seilschaft wohl umdrehen, da der weitere Aufstieg als zu riskant angesehen wurde. 

UPDATE +++ Alle Opfer stammen aus dem Landkreis Altötting

Am 27. August war eine Seilschaft mit sechs deutschen Bergsteigern im Bereich der Reichenspitze/Gabler unterwegs. Gegen 10 Uhr, in einer Seehöhe von rund 2.900 Meter, rutschte einer der Bergsteiger der Gruppe auf einem Blankeisgletscher aus und riss die gesamte Seilschaft mit. Die Bergsteiger stürzten über eine circa 40 Grad steile Flanke geschätzte 200 Meter ab und kamen letztlich in einer Gletscherspalte zum Liegen. Zeugen des Unfalles verständigten die Einsatzkräfte. Es waren die Bergrettung Krimml, fünf Rettungshubschrauber und zwei Polizeihubschrauber im Einsatz. Bei dem Absturz wurden fünf Personen tödlich und eine Person schwer verletzt. Die schwer verletzte Person wurde in das UKH Salzburg geflogen. Derzeit laufen die Erhebungen über den Unfallhergang durch die alpine Einsatzgruppe des BPK Zell am See. Die Bergung der Opfer gestaltete sich auf Grund der in diesem Bereich großen Steinschlaggefahr als sehr schwierig.

Die fünf tödlich verunglückten Alpinisten im Alter von 34, 56, 65, 69 und 70 Jahren stammen alle aus dem Raum Altötting und Burghausen.  Der schwerverletzte Mann im Alter von 75 Jahren stammt ebenfalls aus dem Raum Altötting. 


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