21.01.2016, 10:28 Uhr

Belästigung Bäderleitung nimmt Stellung zur Belästigung im Burghauser Hallenbad

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Die Burghauser Bäderleitung nimmt Stellung zu dem Spannervorfall

BURGHAUSEN In Zusammenhang mit einem Vorfall vom Sonntag, 17. Januar, in dem eine 20-Jährige im Burghauser Hallenbad von einem Spanner belästigt worden sei (hier der Bericht), erreichte uns folgende Stellungnahme der Bäderleitung:

Stellungnahme Bäder Burghausen:

Es ist richtig, dass mich die junge Frau über den Vorfall benachrichtigt hat und ich bedauere dies sehr.

Es ist auch menschlich nachvollziehbar, dass die Geschädigte in Ihrer unangenehmen Situation nicht sofort um Hilfe gerufen hatte oder unser Personal verständigte.

Ich machte der Dame jedoch klar, dass dies der einzige Weg sei, solche Täter zu überführen. Unser Personal sei geschult, jeden Vorfall aufzunehmen und sofort die Polizei zu verständigen, sofern sich eine Zeugin zur Aussage bereit stellt. Dies gilt übrigens auch in der Saunaanlage, in der vor kurzem zwei Asylbewerber aufgrund Trunkenheit verwiesen wurden.

Eine Videoüberwachung der Umkleiden oder mehr Personal brächte dagegen nichts, da die Täter genau die Überwachungslücken suchen und nutzen. Eine totale Videoüberwachung in den Umkleiden ist sowieso nicht rechtmäßig.

Zu der Aussage, dies sei kein Einzelfall ist anzumerken, dass der letzte Vorfall dieser Art im November notiert wurde. In diesem Fall konnte die Betroffene Frau die Autonummer des Täters festhalten. Zusammen mit der Polizei und der Überwachungskamera an der Kasse konnte der Spanner ermittelt und angezeigt werden. Es war ein Deutscher.

Die Bäderleitung kann daher nur raten, noch mehr Vorsicht walten zu lassen und im Fall der Fälle unbedingt die Schwimmmeister oder das Kassenpersonal zu informieren, damit solche Personen mit einem dauerhaften Hausverbot belegt und angezeigt werden können.

Im Verlauf der Facebook-Diskussion über diesen Fall wurde auch die Frage gestellt, ob die Flüchtlinge tatsächlich kostenlos die Bäder im Landkreis besuchen dürften.

Für das Altöttinger Kreishallenbad gibt es, laut Landratsamtssprecher Klaus Zielinski, keine derartigen freien Eintritte. Anders in den Burghauser Bädern. Wie der für Asylbewerber zuständige, städtische Mitarbeiter Reinhard Rode dem Wochenblatt auf Anfrage erklärte, habe es vor einigen Monaten die Weisung gegeben, alle Asylbewerber kostenlos in die Bäder zu lassen. Es habe sich aber gezeigt, dass viele davon die Gelegenheit genutzt hätten, um Frauen zu betrachten. Deshalb habe man den freien Eintritt wieder zurückgenommen. Aktuell bekämen nur besonders bedürftige Flüchtlinge, nach Prüfung, einen freien Eintritt.


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