08.10.2015, 13:11 Uhr

Abgecampt Campingfreunde Altötting beenden Sommer-Saison

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Altöttinger Camper machten sich auf den Weg in den Bayerischen Wald

ALTÖTTING Wie jedes Jahr beendeten die Campingfreunde Altötting mit dem traditionellen Abcampen ihre Sommer-Reisesaison. Und so machten sich die Clubmitglieder auf den Weg nach Fürsteneck in den Bayerischen Wald, um vom 25. September bis 28. September einige schöne Tage auf dem Campingplatz „Schrottenbaummühle“ zu verbringen. Wenn der Organisator einer Reise etwas früher auf dem Campingplatz eintrifft, um vielleicht letzte Vorbereitungen zu treffen bzw. Ausflugsziele, Streckenführungen usw. zu überprüfen, kann man dies als normal ansehen. Anscheinend aber waren die im Vorfeld angekündigten Einzelheiten des Abcampens so reizvoll, dass etliche Mitglieder es nicht erwarten konnten, in dieser landschaftlich so herrlichen Umgebung einige schöne Tage zu verbringen. Und so war es nicht erstaunlich, dass bei der Ankunft des Schriftführers am Mittwochnachmittag den 23.9.2015 und trotz regnerischem Wetter, bereits 4 weitere Einheiten auf dem Campingplatz eingetroffen waren. Schon am ersten Abend konnten sich also die ersten 10 Campingfreunde von der guten Küche der „Schrottenbaummühle“ überzeugen. Und bereits an diesem ersten Abend mussten geistige Getränke, wie das „Ilzer Wasser“ und der „Mühlengeist“ bei der richtigen Verwertung des Abendessens sorgen. Für den Donnerstag war eigentlich kein offizielles Programm vorgesehen. Nach einer kurzen Beratung entschloss man sich, dem Modehaus Garhammer in Waldkirchen einen Besuch abzustatten. Da dies erwartungsgemäß bei den anwesenden Männern keine Beifallsstürme entlocken konnte, wurde der Vorschlag, eine hiesige Zimmerei zu besuchen, von den technikinteressierten Männern gerne angenommen. Bei der Zimmerei „Niemetz und Sammer“ in Hohenau erklärte und zeigte uns, der Besitzer, Herr Josef (Bepperl) Niemetz, die moderne Dachstuhl- und Holzhausfertigung an der computergesteuerten, vollautomatischen Abbundmaschine. Nach der Rückfahrt nach Waldkirchen trafen wir unsere Damen wieder zu Käsekuchen und einem Tässchen Kaffee in einem gemütlichen Cafe. Und wieder ließen wir den Abend bei Anton Segl und seinem Team in der Schrottenbaummühle ausklingen. Um am Freitag die freie Zeit bis zur Ankunft aller anderen gemeldeten Teilnehmer sinnvoll zu nutzen, fuhren einige der Campingfreunde nach St. Oswald Riedlhütte zu Glasscherben Köck. Dort gab es wunderschöne, nach alter Handwerkstradition mundgeblasene, Glasunikate zu sehen. Nach und nach kamen bis zum frühen Nachmittag dann die restlichen Teilnehmer auf dem Campingplatz an, richteten ihre Wohnwagen und Wohnmobile ein, trugen ihre Tische in die Mitte des Platzes um sich bei einer großen Kuchentafel und Kaffee von den Anreisestrapazen zu erholen. Kurz darauf eröffnete, der 2. Vorstand Alfred Pardubitzki, in Vertretung des abwesenden 1.Vorstandes Hermann Becker, vor 16 Wohnwagen und Wohnmobilen, bei Sekt, Sekt-Orange und Knabbereien, offiziell das diesjährige Abcampen und wünschte den 31 Teilnehmern ein schönes Wochenende. Ab 19:00 Uhr begaben wir uns in die „Schrottenbaummühle“ zum gemeinsamen Abendessen. Und hier übertraf das vorbestellte Essen all unsere Erwartungen. Bei Schweinebraten, Surbraten und Rippchen aus dem Reindl, zusammen mit Reibe- und Semmelknödel, bayerischem Kraut und hausgemachten Kartoffelsalat, füllte mancher seinen Teller öfter nach als sonst, wohl wissend, dass die Nacht dadurch etwas beschwerlich werden könnte. Nach diesem opulenten Mahl dankte der 2. Vorstand Alfred Pardubitzki dem herbeigerufenen Gastwirtsehepaar Segl für die erwiesene Gastfreundschaft und überreichte Ihnen als Geschenk unseren offiziellen Vereinswimpel. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, fuhren wir bei klarem aber kühlem Wetter gemeinsam nach Neuschönau zum Baumwipfelpfad. Auf diesem 1300 m langen Pfad, mitten durch die Bäume des Nationalparks Bayerischer Wald, in Höhen von 8m – 25m, bis hin zur Aussichtsplattform des charakteristischen Baumturms in 44m Höhe, wurden wir, aufgeteilt in 2 Gruppen, bei einer sehr interessanten Führung über Fauna und Flora des bayerischen Waldes und die Waldpflege in diesem Gebiet informiert. Dieser Baumwipfelpfad ist ein wirklich sehenswertes Gebilde, in herrlicher Landschaft mit einer grandiosen Aussicht und aufgrund der Barrierefreiheit, auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl, gut begehbar. Und auch Familien mit Kindern oder Besucher mit großer Abenteuerlust kommen hier auf den Erlebnisstationen voll auf ihre Kosten. Nach der Führung fuhren einige unserer Campingfreunde in den Historischen Bahnhof von Grafenau, um, im dortigen Gasthaus „Gleis 2“, ein etwas verspätetes Mittagessen einzunehmen, bevor wieder die obligatorische Kaffeetafel auf dem Campingplatz stattfand. Und natürlich lockte uns abends der Duft der guten Küche in die „Schrottenbaummühle“. Am Sonntag früh gab es ein reichhaltiges gemeinsames, Frühstück. Und wo? Natürlich im Gasthaus des Campingplatzes. Mit Kaffee, Brötchen, Butter, Wurst, Käse, Marmelade und natürlich Eiern in allen Variationen verwöhnte uns das Team der „Schrottenbaummühle“ einmal mehr, bis bei manchem von uns, Zweifel aufkamen, die an diesem Wochenende, angefutterten zusätzlichen Pfunde je wieder los zu werden. Nach Frühstück erklärte Alfred Pardubitzki das offizielle Ende des Abcampens. Dies nahmen die meisten zum Anlass, ihre Siebensachen, sprich ihre Campingfahrzeuge zu packen und eilig die Heimreise anzutreten. Aber natürlich wollten ein paar wenige dieses Wochenende noch ein bisschen länger genießen und fuhren erst am Montagvormittag wieder nach Hause. Das Fazit unseres Abcampens: Schönes Wetter, schöne Gegend, gemütlicher Campingplatz, gutes Essen, interessante kurzweilige Gespräche und somit ein würdiger Abschluss des Campingjahres 2015.


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