Diagnose
WHO verlangt mehr Einsatz gegen Bluthochdruck

19.09.2023 | Stand 24.09.2023, 7:29 Uhr

Arztpraxis - Die Zahl der Menschen mit hohem Blutdruck hat sich laut WHO zwischen 1990 und 2019 verdoppelt - auf rund 1,3 Milliarden Menschen. - Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Jeder dritte Erwachsene leidet an Bluthochdruck. Doch die meisten von ihnen werden nicht richtig behandelt. Bessere Diagnose und Behandlung könnten weltweit Millionen Menschenleben retten.

Bluthochdruck ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein «stiller Killer», weil vier von fünf Betroffenen nicht richtig behandelt werden. Mit besserer Aufklärung, Diagnose und Behandlung könnten nach Schätzung der WHO bis 2050 weltweit 76 Millionen Menschenleben gerettet werden. Ebenso würden 120 Million Schlaganfälle und 79 Millionen Herzinfarkte verhindert. In ihrem ersten Bericht über das globale Ausmaß von Bluthochdruck schrieb die WHO, dass jeder dritte Erwachsene betroffen sei.

Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen

Bluthochdruck kann zu Schlaganfällen, Herzinfarkten, Herz- und Nierenversagen und vielen anderen Krankheiten führen. Als überhöht gilt nach WHO-Definition ein Blutdruck von mehr als 140 zu 90. Bei manchen Menschen seien es die Gene oder das Alter, das zu der Krankheit beitrage. Risikofaktoren seien aber auch sehr salzhaltiges Essen, wenig körperliche Betätigung und zu viel Alkohol.

Die Zahl der Menschen mit hohem Blutdruck habe sich zwischen 1990 und 2019 verdoppelt - auf rund 1,3 Milliarden Menschen. Fast die Hälfte von ihnen sei sich des Problems aber gar nicht bewusst. Drei Viertel der Betroffenen leben in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Die WHO lobte Kanada und Südkorea, wo inzwischen mehr als die Hälfte aller Betroffenen behandelt würden.

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