Corona-Folgen

Mittleres Einkommen in Deutschland steigt 2020 nur leicht

20.07.2021 | Stand 21.07.2021, 8:11 Uhr

Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten lag im Jahr 2020 laut Bundesagentur für Arbeit bei 3427 Euro. Foto: Achim Scheidemann/dpa

Nur um 26 Euro ist das sogenannte Medianentgelt im vergangenen Jahr gestiegen. Der Grund liegt nahe: die Corona-Pandemie und ihre Folgen.

Das mittlere Einkommen in Deutschland ist im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie nur wenig gestiegen - im verarbeitenden Gewerbe und im Gastgewerbe ist es sogar gesunken.

Das teilte die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jährlichen Entgeltauswertung in Nürnberg mit. Vor allem die Kurzarbeit, die zu geringeren Verdiensten geführt habe, habe den Anstieg gebremst.

Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten habe im vergangenen Jahr bei 3427 Euro gelegen und damit um 26 Euro über dem Vorjahr. Ohne Pandemieauswirkungen wäre der Median laut Bundesagentur um 69 weitere Euro gestiegen.

Ein Plus gab es 2020 bei Versicherungsdienstleistungen (plus 111 Euro), im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 80 Euro) sowie in Erziehung und Unterricht (plus 77 Euro).

Das Medianentgelt bezeichnet den Wert, von dem aus betrachtet es genauso viele niedrigere wie höhere Einkommen gibt. Das Durchschnittseinkommen liegt dagegen höher.

Generell wird den Zahlen der Bundesagentur zufolge in Großunternehmen meist mehr verdient als in kleineren Betrieben. Eine gute Ausbildung, vor allem ein akademischer Abschluss, birgt gute Chancen auf einen höheren Verdienst. In Ostdeutschland wird noch immer weniger verdient als im Westen, auch wenn die Unterschiede schmelzen.