Bitkom-Studie
In den meisten Start-ups muss man kein Deutsch können

18.09.2023 | Stand 19.09.2023, 7:20 Uhr

Start-ups - Derzeit haben laut der Bitkom-Umfrage sechs von zehn Start-ups (61 Prozent) offene Stellen, im Schnitt gibt es dabei drei zu besetzende Positionen. - Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Sechs von zehn Start-ups haben unbesetzte Stellen. Dabei suchen sie nach Talenten aus aller Welt. Und dort wird nicht unbedingt Deutsch gesprochen.

Angesichts des Mangels an Fachkräften verlangen die meisten Start-up-Unternehmen von ihren Bewerbern keine Deutschkenntnisse. In einer am Montag veröffentlichten Studie des Digitalverbands Bitkom gaben 59 Prozent der Firmen an, dass Fachkräfte nicht notwendigerweise Deutsch können müssen. Gut die Hälfte der Start-ups (54 Prozent) hat sich ohnehin für Englisch als offizielle Unternehmenssprache entschieden.

Sieben von zehn Start-ups (71 Prozent) gaben an, dass sie von einem vereinfachten Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte aus dem außereuropäischen Ausland ganz konkret profitieren würden. 83 Prozent erklärten, eine Verstärkung der Förderprogramme zur Zusammenarbeit von Start-ups und Mittelstand wäre hilfreich. Ebenfalls 83 Prozent würden einen vereinfachten, rechtssicheren Zugang für Start-ups zu öffentlichen Aufträgen begrüßen.

Derzeit haben laut der Bitkom-Umfrage sechs von zehn Start-ups (61 Prozent) offene Stellen, im Schnitt gibt es dabei drei zu besetzende Positionen. Im vergangenen Jahr haben der Umfrage zufolge die meisten Start-ups neue Jobs geschaffen. 59 Prozent gaben an, die Anzahl ihrer Beschäftigten sei gestiegen. Bei einem Viertel (25 Prozent) blieb die Anzahl der Jobs konstant. Bei einem Zehntel (10 Prozent) wurden Stellen abgebaut.

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