Grand Slam in Paris

Zverev bei French Open mühelos im Viertelfinale

06.06.2021 | Stand 06.06.2021, 23:23 Uhr

Michel Euler/AP/dpa

Alexander Zverev steht bei den French Open in Paris im Viertelfinale. Sein nächster Gegner ist ein Spanier.

Alexander Zverev hat bei den French Open im Eiltempo das Viertelfinale erreicht. Deutschlands bester Tennisspieler gewann in Paris gegen den Japaner Kei Nishikori klar mit 6:4, 6:1, 6:1 und überstand beim Sandplatz-Klassiker damit zum dritten Mal die vierte Runde.

Im Kampf um Halbfinal-Einzug bekommt es Zverev nun am Dienstag mit dem Spanier Alejandro Davidovich Fokina zu tun. «Ich habe hervorragend gespielt heute», sagte Zverev nach seinem starken Auftritt. «Aber das Turnier ist noch nicht vorbei. Ich hoffe, ich habe hier noch drei Spiele.»

Am Montag hat Jan-Lennard Struff als weiterer Deutscher die Chance, in der französischen Hauptstadt das Viertelfinale zu erreichen. Die deutsche Nummer zwei trifft im zweiten Spiel nach 11.00 Uhr (Eurosport) auf den an Nummer zehn gesetzten Argentinier Diego Schwartzman.

Für Roger Federer sind die French Open dagegen dabei. Nach seinem hart umkämpften Viersatz-Sieg gegen Dominik Koepfer teilte der 39 Jahre alte Schweizer mit, dass er zu seinem Achtelfinale gegen den Italiener Matteo Berrettini am Montag nicht antreten wird. Nach mehr als einem Jahr Pause und zwei Knieoperationen will Federer kein Risiko eingehen und seinen Körper für die anstehende Saison auf Rasen schonen. Schließlich ist das Klassiker in Wimbledon (28. Juni bis 11. Juli) in diesem Jahr Federers großes Ziel. Nach einer Woche Pause will Federer in Halle wieder spielen.

Zverev war trotz der ungewohnten Anfangszeit in der Night Session um 21.00 Uhr von Beginn an hellwach. Der 24-Jährige nahm Nishikori gleich den Aufschlag ab und ließ sich danach auch durch einen eigenen Aufschlagverlust nicht aus der Ruhe bringen. Zverev bestimmte mit seinem druckvollen Spiel das Geschehen, profitierte aber auch davon, dass der Japaner offenbar etwas angeschlagen war. Vor allem beim Service hatte Nishikori Probleme, was Zverev zu einem weiteren Break und zum Satzgewinn nach 43 Minuten nutzte.

Der Weltranglisten-Sechste hatte das Geschehen nun komplett im Griff. Druckvoll, konzentriert und dominant ließ er Nishikori, gegen den er bereits im Vorfeld der French Open bei den Turnieren in Madrid und Rom gewonnen hatte, nicht zurück ins Spiel kommen. Der zweite Satz dauerte nicht einmal eine halbe Stunde, hatte Zverev das 6:1 perfekt gemacht.

Doch auch mit der sicheren Führung im Rücken ließ Zverev nicht nach. Ein Zeichen, dass er aus der Vergangenheit gelernt hat. Im vergangenen Jahr quälte sich Zverev mehrmals durch Kräfte raubende Fünf-Satz-Matches und hatte dann beim Achtelfinal-Aus gegen Jannik Sinner keine Energie mehr.

Dieses Mal hielt Zverev das Tempo hoch. Auch im dritten Satz schaffte er ein schnelles Break und war fortan nicht mehr zu stoppen. Nach dem Viertelfinale bei den Australian Open und den Turniersiegen in Acapulco und Madrid nun also das Viertelfinale in Paris. Ein Zeichen für eine gute Saison, doch damit soll bei den French Open noch nicht Schluss sein. Ziel bleibt der erste Grand-Slam-Titel seiner Karriere.