French Open

Wer stoppt Nadal in Paris? Becker traut Zverev einiges zu

25.05.2021 | Stand 29.05.2021, 16:14 Uhr

Alessandra Tarantino/AP/dpa

Das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison steht bevor. In Paris geht es ab Sonntag um die Krone auf Sand. Zverev will ein Wörtchen mitreden, der Favorit bleibt Nadal. Bei den Damen scheint alles offen.

Mit einer Woche Verspätung starten am Sonntag die French Open.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatten die Veranstalter das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres um sieben Tage nach hinten verlegt, doch auch zum neuen Termin werden nur wenige Zuschauer auf der Anlage im Stade Roland Garros zugelassen sein. Nicht viel Neues gibt es auch bei den Favoriten für den Sandplatz-Klassiker in Paris, der jedoch mit einer Neuerung aufwartet. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen vor Beginn der French Open.

Gewinnt Rafael Nadal seinen 14. Paris-Titel?

Es ist wie eigentlich jedes Jahr, der Weg zum Titel auf der roten Asche von Paris führt nur über Rafael Nadal. 13 Mal hat der Mallorquiner bei seinem Lieblingsturnier bereits triumphiert. 2020 deklassierte er im Finale Novak Djokovic in drei Sätzen. Doch im Vorfeld der French Open zeigte Nadal dieses Mal auch einige Schwächen, in Madrid verlor er zum Beispiel im Viertelfinale gegen Alexander Zverev. Zuletzt trumpfte er in Rom aber wieder ganz groß auf.

Wer könnte Nadal gefährden?

Das Rennen scheint dieses Jahr etwas offener zu sein. Djokovic hat seit seinem Titel bei den Australian Open kein Turnier mehr gewonnen, der Russe Daniil Medwedew ist zwar die Nummer zwei der Welt, «hasst» nach eigener Aussage aber Tennis auf Sand. Richtig gut in Form ist der Grieche Stefanos Tsitsipas, der die Sandplatz-Turniere in Monte Carlo und Genf gewann. «Mit ihm ist zu rechnen», sagte Tennis-Legende Boris Becker. Der Österreicher Dominic Thiem schwächelt dagegen, Roger Federer ist zurück in Paris, sieht das Turnier aber nur als Vorbereitung auf Wimbledon.

Und Alexander Zverev?

Träumt mehr denn je von seinem ersten Grand-Slam-Titel. Er sei ein kompletterer Spieler, sagte die deutsche Nummer eins zuletzt. Auch Becker traut ihm in Paris viel zu. «Die Bühne ist bereitet, jetzt liegt es an ihm, einfach den nächsten Schritt zu gehen», sagte Becker über Zverev, der bislang im Stade Roland Garros nicht über das Viertelfinale hinausgekommen ist. Mit dem Triumph beim Turnier in Madrid nach Siegen gegen Nadal, Thiem und Matteo Berrettini hat Zverev zuletzt viel Selbstvertrauen getankt.

Wer sind die Favoritinnen bei den Damen?

Wie so oft ist das Rennen bei den Damen offen. Eine Top-Favoritin gibt es nicht. Die Australierin Ashleigh Barty zeigte sich zuletzt in guter Form, Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen beeindruckte mit dem Titelgewinn in Rom. Naomi Osaka liegt das Spiel auf Sand zwar nicht ganz, dennoch ist die Japanerin immer eine Anwärterin auf den Titel. Gleiches gilt für die langjährige Weltranglisten-Erste Serena Williams, die sich in den Wochen vor Paris aber sehr schwer tat.

Und was ist mit Angelique Kerber?

Die deutsche Nummer eins hat alle Grand-Slam-Turniere mit Ausnahme der French Open bereits gewonnen - und dabei wird es auch wohl bleiben. Kerber und Sand - das passt nicht wirklich zusammen. Im letzten Jahr war für sie bereits in Runde eins Schluss. Jeder Sieg wäre für die 33-Jährige ein Erfolg.

Was ist neu in Paris?

Die Organisatoren haben die Anlage in den vergangenen Jahren weiter modernisiert. Wegen Corona bekommen das aber nur wenige Zuschauer zu sehen. In den ersten Tagen werden in diesem Jahr jeweils nur etwas mehr als 5000 Fans zuschauen können. In der zweiten Woche hoffen die Veranstalter auf mehr Besucher, wenn es die Corona-Lockerungen der französischen Regierung zulassen. Neu sind in diesem Jahr erstmals Spiele in der Night Session. An den ersten zehn Tagen wird ein Match auf dem Centre Court immer erst um 21.00 Uhr beginnen.

Wo kann ich die French Open im TV sehen?

Eurosport sorgt wieder für eine Rundumversorgung. Auf Eurosport 1, Eurosport 2 und im Eurosport Player gibt es Tennis satt. Boris Becker und Barbara Rittner fungieren wieder als Experten. Wegen Corona sendet Eurosport erneut aus München.