Finanzgeschäftsführer

Wehrle bleibt in Köln - Jakobs nur Interimslösung

31.05.2021 | Stand 02.06.2021, 12:01 Uhr

Rolf Vennenbernd/dpa-Pool/dpa

Alexander Wehrle bleibt dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln auch nach der Freistellung seines Geschäftsführerkollegen Horst Heldt erhalten.

«In einer der wohl schwierigsten finanziellen Situationen der Clubhistorie ist man sich der Verantwortung ganz bewusst. Ich könnte nicht in den Spiegel schauen, wenn ich jetzt sagen würde, ich übernehme keine Verantwortung mehr. Wir haben extreme Herausforderungen vor uns», sagte Wehrle mit Bezug auf die Folgen der anhaltenden Corona-Pandemie.

Der mit dem Ligakonkurrenten VfB Stuttgart in Verbindung gebrachte FC-Finanzgeschäftsführer schloss einen Vereinswechsel aus: «Ich respektiere die Haltung meines Arbeitgebers, dass man mich nicht aus einem Vertrag herauslässt, der bis 2023 geht. Deshalb habe ich den Verantwortlichen aus Stuttgart abgesagt. Das Thema ist erledigt.»

Die Kölner hatten sich am 30. Mai von Sport-Geschäftsführer Heldt getrennt, obwohl der Club zuvor mit einem 5:1-Sieg in der Relegation über Holstein Kiel den Klassenverbleib geschafft hatte. Darüber hinaus war auch über einen Abschied von Wehrle spekuliert worden.

Statt Heldt soll vorerst Jörg Jakobs die strategische Ausrichtung des sportlichen Bereichs und die Kaderplanung übernehmen. Als Dauerlösung ist der auch an der Kölner Sporthochschule Beschäftigte jedoch nicht eingeplant. «Der Begriff interim steht als Überschrift darüber. Ich sehe mich nicht in einer langfristigen Rolle», kommentierte Jakobs.