Team-EM in Polen

Vetter nach Glanz-Wurf: «Ich verliere meine Form nicht»

30.05.2021 | Stand 30.05.2021, 11:05 Uhr

Andrzej Grygiel/PAP/dpa

Olympia-Favorit Johannes Vetter hat nach seinem vorzeitig beendeten, aber glanzvoll gewonnenen Speerwurf-Wettkampf bei der Team-EM Entwarnung gegeben.

«Ich habe gestern Abend noch ein MRT machen lassen, man sieht da ein bisschen was. Aber es ist nichts, was mich von Olympia-Gold abhalten kann», sagte der 28 Jahre alte Offenburger der Deutschen Presse-Agentur. Vetter hatte in Chorzów/Polen 96,29 Meter geworfen - die drittbeste je erzielte Weite. Wegen Adduktorenproblemen verzichtete er jedoch auf den dritten und vierten Versuch.

Den Weltrekord hält seit 25 Jahren der Tscheche Jan Zelezny mit 98,48 Metern. Vetter gewann seinen 15. Wettkampf in Serie und gilt auch bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am kommenden Wochenende in Braunschweig als klarer Favorit, wenn er erstmals seit über eineinhalb Jahren auf Rio-Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena trifft.

Der Wurf habe sich «nicht perfekt angefühlt. Ich bin ziemlich sicher, dass es noch weiter gegangen wäre. Aber ich bin enorm glücklich über das Resultat», sagte der Weltmeister von 2017. Er habe auch überhaupt keine Bedenken, seine herausragende Verfassung bis zu den Sommerspielen in Tokio (23. Juli bis zum 8. August) nicht halten zu können. «Ich verliere meine Form nicht, das wird einfach nicht der Fall sein», sagte er und versprach: «Ihr werdet noch weite Würfe von mir in diesem Jahr sehen.»