Fußball-EM

Pressestimmen zum deutschen EM-Aus: «Bye, Bye Deutschland»

30.06.2021 | Stand 16.07.2021, 15:03 Uhr

Das DFB-Team um Kapitän Manuel Neuer (M.) scheiterte im EM-Achtelfinale. Foto: Christian Charisius/dpa

Die Deutsche Presse-Agentur hat internationale Pressestimmen zum EM-Aus von Deutschland nach dem 0:2 im Achtelfinale gegen England gesammelt.

ÖSTERREICH:

«Kronen Zeitung»: «Fluch wurde nach 55 Jahren beendet - Mit Heimvorteil endlich wieder Sieg gegen Deutschland»

«Kurier»: «Bye, Bye Deutschland»

«Der Standard»: «England schickt Löw in Pension»

«Tiroler Tageszeitung»: «England bleibt, Löw geht für immer»

«Die Presse»: «Is it coming home? England bezwingt Deutschland 2:0»

ITALIEN:

«Gazzetta dello Sport»: «Traumhaftes England. Sterling plus Kane: Ein historischer Sieg gegen Deutschland. Wembley im Rausch, trauriger Abschied für Löw. Um 18.51 Uhr war vor 42 000 Zuschauern in London die Ära Löw in Deutschland beendet und es beginnt vielleicht die endlich siegreiche Geschichte dieses Englands. Mit einem einzelnen Schlag rächt sich Southgate für den verschossenen Elfmeter im EM-Halbfinale 1996.»

«Corriere dello Sport»: «Sterling über alles. Auch Kate und William feiern. Nach Hause fährt Deutschland, das sich schon nur mit Mühe aus der Gruppe retten konnte, aus der auch Frankreich und Portugal schlecht herausgekommen sind.»

«Tuttosport»: «England ist groß geworden! Sterling und Kane schicken den alten Rivalen Deutschland nach Hause. Deutschland beklagt die sensationelle Chance, die Müller nach dem 1:0 vergibt: Es hätte eine andere Geschichte werden können. Ein Triumph, auf den England seit der WM 1966 gewartet hat.»

«La Repubblica»: «Europa drunter und drüber: Frankreich, Portugal, Deutschland, Niederlande und Kroatien schon draußen. So schreibt das Turnier die Hierarchie neu»

«La Stampa»: «England nimmt sich Europa und vertreibt Deutschland und Löw»

«Corriere della Sera»: «Sterling ovation: Der Stürmer zerrt England ins Viertelfinale. Kane hat das Tor wieder gefunden, Deutschland ist raus. Der Applaus von Prinz William auf der Tribüne»

FRANKREICH:

«L'Équipe»: «Löw - die zerbrochene Liebe. Das war gestern das letzte Spiel von Trainer Joachim Löw (61), der die Mannschaft (Deutsch im französischen Original) 15 Jahre lang verkörperte. Der allgemeine Schwermut richtete sich auch gegen ihn. Die Ära endet nun mit dem letzten Eindruck dieser Niederlage.»

SPANIEN: 

«Sport»: «Wembley begräbt das deutsche Gespenst»

«AS»: «Deutschland braucht frischen Wind. Deutschland hat in Wembley eine goldene Chance verpasst. Als Zweiter in der Todesgruppe mit Frankreich und Portugal rückte er in die Tabellenmitte, in der England auf dem Weg ins Finale die am schwersten zu knackende Nuss war. Im Viertelfinale wartete der Sieger von Schweden-Ukraine, im Halbfinale derjenige, der sich im Viertelfinalspiel zwischen Dänemark und Tschechien durchsetzt. Doch am Ende kam der Misserfolg am unerwartetsten Ort: in der Deutschen Halle im Wembley-Stadion, wo sie in ihrer Geschichte so viele Erfolge erzielt hatten.»

«Mundo Deportivo»: «England frisst Deutschland. England hat Linekers berühmten Ausspruch widerlegt und Deutschlands Weg zur Europameisterschaft ein Ende bereitet. Diesmal verbündete sich der Fußball mit den Engländern, historisch selbstbewusst gegen die Deutschen.»

«El País»: «England erobert Wembley zurück. England hat das von den Deutschen so oft entehrte Nationalstadion zurückerobert. Das Land erzitterte jedes Mal, wenn die Deutschen kamen. Sie hatten sie seit dem WM-Finale 1966 nicht mehr aus einem großen Turnier herausgeholt, mehr als ein halbes Jahrhundert voller Enttäuschungen, bis Southgate zusammen mit dieser neuen Gruppe junger Spieler die Deutschen aus dem Eurocup vertrieb und vielleicht auch aus seinen Alpträumen.»

NORWEGEN:

«Aftenposten»: «Die Ära Löw endete mit einer bitteren Niederlage - Tragisch. Der Traum von Joachim Löw, seine 15 Jahre als Deutschland-Chef mit EM-Gold zu krönen, ist geplatzt. Sein 198. Spiel endete mit einer schweren Niederlage in Wembley»

«Dagbladet»: «England ist den Fluch endlich los. England besiegte endlich das Meisterteam Deutschland, als es am meisten darauf ankam. Damit gab es eine Revanche für die Niederlage 1996. Ein zuvor beschimpfter Harry Kane sicherte den Sieg.»

DÄNEMARK:

«Politiken»: «Großer englischer Triumph: Sterling und Kane schicken Wembley in Ekstase und Deutschland aus der EM. Deutschland beendete die Europameisterschaft nach einem heftigen Knall im Wembley-Stadion, wo England mit 2:0 gewann.»

«Jyllands Posten»: «Englischer Stahl schickte die Deutschen in die Kälte. England schickte Deutschland aus der Europameisterschaft, wo das Team ein historisches Ergebnis lieferte. Ein Showdown mit Geschichte. Das ist es, was der Kampf zwischen England und Deutschland ist.»

SCHWEDEN:

«Aftonbladet»: «Lang lebe dieses Turnier. Manchmal enden alte Wahrheiten in einem besonderen Moment. Dass die abgenutzte Wahrheit, dass Deutschland am Ende immer gewinnt, abgelaufen ist, war schon klar, als das Achtelfinale gegen England begann. Nach 81 gespielten Minuten im Wembleys versetzte ihr Thomas Müller für die absehbare Zukunft den Todesstoß.»

TSCHECHIEN:

«MF Dnes»: «Wie müssen sich die deutschen Fußballer gefühlt haben, als ihre Nationalhymne erklang, aber von lautstarken Buhrufen der englischen Fans übertönt wurde? Wohl nicht besonders gut. Doch dieses Gefühl dürfte immer noch angenehmer gewesen sein als das der Enttäuschung über das Ausscheiden aus der EM im Achtelfinale zwei Stunden später. England - Deutschland 2:0!»

«Pravo»: «England ist in Euphorie verfallen. Das stolze Albion hat seine offenen Rechnungen mit Deutschland beglichen und den Gegner aus der EM geworfen. Die Niederlage ist das bittere Ende für die Karriere des deutschen Nationaltrainers Joachim Löw, der bereits vor der Europameisterschaft seinen Rückzug angekündigt hatte. Dabei trennen ihn nur zwei Spiele von der Marke von 200 Länderspielen als Chefcoach.»

POLEN:

«Gazeta Wyborcza»: «Die Deutschen beenden die Ära von Joachim Löw, die etwas länger als eine Ewigkeit gedauert hat - er war 17 Jahre bei der Nationalmannschaft, davon 15 als alleiniger Trainer. Zum Abschied nominierte er erst die alten Meister, mit denen er einst die WM gewann, dann gab er das wieder auf, und jetzt suchte er verzweifelt nach einer Möglichkeit, die Nationalmannschaft aus dem Tal herauszuholen, in das sie nach der letzten WM gefallen war. Sein Nachfolger Hansi Flick wird fast bei Null anfangen.»

«Rzeczpolita»: «In großen Teilen des Achtelfinal-Spiels in Wembley waren die Engländer deutlich schwächer als die Deutschen. Aber die Nationalmannschaft unserer westlichen Nachbarn war mit Erfolglosigkeit geschlagen, und die Engländer konnten in der letzten Viertelstunde die Waagschale des Siegs auf ihre Seite neigen - und sich nach dem 2:0 im Viertelfinale melden.»

«Przeglad Sportowy»: «Ein trauriges Ende für Joachim Löw, der mit dieser Begegnung seine 17-jährige Arbeit bei der deutschen Nationalmannschaft beendet.»

BULGARIEN:

«Trud»: «Die «Drei Löwen» setzten ein Ende für Joachim Löw als Trainer des Bundesteams. Die EM 2020 ist der schlechteste Auftritt des Trainers. In Deutschland hagelte es an Kritik an Trainer und Verband. Die schärfste davon ist, dass Löw schon nach dem Fiasko der Weltmeisterschaft 2018 hätte gehen sollen, nachdem die Mannschaft aus der Gruppe ausschied.»

«24 Tschassa»: «Nach 25 Jahren nahm Southgate Englands Revanche an Deutschland, allerdings als Trainer»

«Duma»: «England rächte sich an Deutschland mit einer Show in Wembley»