Fans der englischen Super-League-Clubs empört und enttäuscht

19.04.2021 | Stand 19.04.2021, 15:42 Uhr

Martin Rickett/PA Wire/dpa

Mit Empörung und Enttäuschung haben Fußballfans in England auf die geplante Teilnahme ihrer Vereine an der neuen Super League reagiert.

Die Fan-Organisation Chelsea Supporters' Trust sprach von «unverzeihlichen» Plänen, die von Gier getrieben seien. «Unsere Mitglieder und Fußballfans weltweit haben den ultimativen Verrat erlebt», teilte die Vereinigung mit. Die Dachorganisation der Tottenham-Anhänger sprach von «Verrat am Verein». «Die Zukunft unseres Clubs steht auf dem Spiel.»

Spirit of Shankly, eine Fangruppe von Meister FC Liverpool, betonte, die Clubeigner der Fenway Sports Group hätten die Fans in ihrem «unerbittlichen und gierigen Streben nach Geld ignoriert». «Fußball gehört uns, nicht ihnen.» Die Dachorganisation der Anhänger von Rekordmeister Manchester United forderte den Verein auf, die Pläne aufzugeben. «Eine "Super League", die eine geschlossene Veranstaltung selbst gewählter reicher Clubs ist, steht gegen alles, das Fußball und Manchester United ausmachen sollte», betonte der Manchester United Supporters' Trust. Die Vereinigung der Arsenal-Fans schrieb: «Dies bedeutet den Tod all dessen, um das es beim Fußball gehen sollte.»

Auch Anhänger von Tabellenführer Manchester City machten ihrem Ärger Luft. Die Super League besitze keinen sportlichen Wert. «Diese Clubbesitzer, egal woher, scheinen zu denken, dass der Fußball ihnen gehört. Das tut er nicht. Er gehört uns, den Fans - unabhängig davon, wen wir unterstützen.»

Gründer der Super League, die in Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fußballunion UEFA steht, sind zwölf europäische Spitzenclubs - darunter die englischen «Big Six» Manchester United, Manchester City, FC Arsenal, FC Liverpool, Tottenham Hotspur und FC Chelsea.