Statistik und Personal

Der 3. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

27.08.2021 | Stand 29.08.2021, 11:52 Uhr

Bayerns Robert Lewandowski traf beim 4:3 gegen Hertha BSC am dritten Spieltag der vergangenen Saison viermal.- Foto: Sven Hoppe/dpa

Der 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird am Freitagabend mit dem Spiel Borussia Dortmund gegen TSG Hoffenheim eröffnet. Die weiteren Partien im Überblick:

VfB Stuttgart - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der VfB verlor vergangenes Wochenende nicht nur mit 0:4 in Leipzig, sondern auch Stürmer Kalajdzic (Schulterverletzung) bis zum Jahresende. Die Stimmung ist daher getrübt. Die Freiburger reisen nach dem 2:1 gegen Dortmund indes mit Rückenwind an.

STATISTIK: Vergangene Saison gewann Freiburg beide Landesduelle mit dem VfB, landete in der Abschlusstabelle aber einen Platz hinter den Schwaben. Drei Bundesliga-Siege gegen Stuttgart nacheinander gelangen dem Sport-Club bislang nur zwischen November 1993 und November 1994.

PERSONAL: Bei Stuttgart steht Flügelspieler Coulibaly nach überstandener Corona-Infektion wohl wieder zur Verfügung. Freiburg muss auf Rechtsverteidiger Schmid (Corona-Fall im häuslichen Umfeld) verzichten. Für ihn dürfte Kübler in die Startelf rutschen.

BESONDERES: Vergangene Saison hatte Torhüter Müller mit guten Leistungen erheblichen Anteil daran, dass die Freiburger gleich zweimal gegen Stuttgart gewannen. Nun steht er als Nachfolger des nach Dortmund gewechselten Kobel beim VfB zwischen den Pfosten.

FSV Mainz 05 - SpVgg Greuther Fürth (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Mainz ist mit einem Sieg gegen Leipzig und einer Niederlage in Bochum solide in die Saison gestartet. Der Aufsteiger aus Fürth ist noch sieglos und steht nach zwei Partien im unteren Tabellenfeld.

STATISTIK: In der Bundesliga gab es diese Paarung erst zweimal. In der Saison 2012/13 verloren die Mainzer ihr Heimspiel mit 0:1 und revanchierten sich in der Rückrunde mit einem 3:0 in Fürth. Von den 22 Duellen in der 2. Liga gewannen die Franken 15, Mainz gelangen nur fünf Siege.

PERSONAL: Mainz-Trainer Svensson kann aus dem Vollen schöpfen. Fürth muss auf Abwehrspieler Jung (Knie-Operation) verzichten.

BESONDERES: Für den Mainzer Neuzugang Stach wird es ein ganz besonderes Spiel. Der im Sommer aus Fürth gekommene U21-Europameister steht nach abgelaufener Rot-Sperre vor seinem Bundesligadebüt - und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein.

FC Augsburg - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Augsburger sind noch ohne eigenen Treffer in dieser Saison. Leverkusen ist mit vier Punkten gestartet.

STATISTIK: Der FCA will seine schwarze Serie gegen Bayer 04 in der Bundesliga im 21. Versuch beenden. In 20 Partien gab es 13 Niederlagen und sieben Remis für Augsburg.

PERSONAL: FCA-Trainer Weinzierl muss auf die verletzten Gouweleeuw und Moravek verzichten. Bei Bayer fehlt neben Alario und Bellarabi auch Baumgartlinger.

BESONDERES: Augsburg stemmt sich gegen ein bitteres Novum. Nach drei Spieltagen einer Bundesligasaison stand der Verein noch nie ohne eigenen Treffer da.

Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beide Teams warten auf den ersten Saisonsieg. Bielefeld startete mit zwei Remis. Frankfurt hat vom 0:0 gegen Augsburg einen Punkt auf dem Konto.

STATISTIK: Viel holte Bielefeld in den zurückliegenden Jahren gegen Frankfurt nicht. Ihren bislang letzten Sieg gegen die Hessen fuhr die Arminia im November 2006 ein (3:0). Vergangene Saison gewann Frankfurt in Bielefeld 5:1.

PERSONAL: Frankfurt muss weiter auf Teamkapitän Rode (nach Knieoperation) und Rechtsverteidiger Touré, dem nach einer Sehnenverletzung die nötige Fitness fehlt, verzichten. Bielefeld fehlt der gesperrte Schöpf (Gelb-Rot).

BESONDERES: Ebenso wie in der Vorsaison ist Bielefeld nach den ersten beiden Spieltagen noch ohne Niederlage. Vergangene Saison waren es aber vier Zähler. Anschließend kassierte die Arminia ab dem 3. Spieltag allerdings sieben Niederlagen in Serie - und schaffte am Saisonende den Klassenverbleib.

1. FC Köln - VfL Bochum (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beide Clubs sind mit jeweils einem Heimsieg und einer Auswärtsniederlage in die Saison gestartet und stehen mit drei Punkten im Mittelfeld der Tabelle.

STATISTIK: Bochum ist der Kölner Lieblingsgegner in der Bundesliga. In 58 Spielen feierte der FC 32 Siege. Vor allem in Köln gab es für den Revierclub kaum etwas zu holen. Von 29 Spielen gewann der VfL nur ein Spiel in Müngersdorf: Am 18. April 2004.

PERSONAL: Die Gastgeber müssen auf Uth, Thielmann und Hübers verzichten. Neuzugang Kilian steht im Kader. Bochum muss auf Rechtsverteidiger Gamboa (Armverletzung) verzichten, für ihn könnte Bockhorn auflaufen.

BESONDERES: Beim nächsten Mal klingelt's gewaltig. 99 Tore hat der 1. FC Köln in 58 Bundesligaspielen gegen den VfL Bochum erzielt. Die früheren FC-Profis Pierre Littbarski und Dieter Müller waren mit jeweils elf Treffern am erfolgreichsten gegen den VfL.

FC Bayern München - Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Die Bayern wollen mit einem weiteren Heimsieg in die Länderspielpause. Die Hertha ist nach zwei Niederlagen schon wieder im Krisenmodus.

STATISTIK: Zuletzt war die Hertha beim 2:2 und 3:4 gegen die Bayern nah dran. Der letzte Bundesliga-Sieg der Berliner bei den Bayern datiert aus dem Jahr 1977. Für München spielten noch Maier, Müller, Rummenigge.

PERSONAL: Neuer, Lewandowski und Goretzka kehren nach Pokal-Pause in Bayerns Startelf zurück. Auch Coman ist wieder einsatzfähig. Boateng steht bei Hertha wegen Rückenproblemen wohl nicht zur Verfügung. Offen ist, ob Trainer Dardai die Neuen Richter und Belfodil bringt.

BESONDERES: Vor einem Jahr lieferten sich Bayern und Hertha in München ein irres Spiel: Beim 4:3 traf Robert Lewandowski viermal für die Bayern. Das Siegtor war ein Foulelfmeter in der Nachspielzeit.

1. FC Union Berlin - Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Union geht mit dem Hochgefühl der Europacup-Qualifikation in die Partie. Zudem ist man seit sieben Pflichtspielen in drei Wettbewerben ungeschlagen. Gladbach muss zeigen, dass der 0:4-Schock gegen Leverkusen keine Langzeitwirkung hat.

STATISTIK: Die Borussia konnte im Stadion an der Alten Försterei noch nie gewinnen. In der Bundesliga gab es ein 0:2 und ein 1:1. Schlecht sind auch die Gladbacher Erinnerungen ans DFB-Pokalhalbfinale 2001. Union zog als Drittligist im Elfmeterschießen ins Endspiel ein.

PERSONAL: Gladbach hat große Verletzungssorgen: Ginter, Lainer und Thuram fehlen, die angeschlagenen Plea und Bensebaini können wohl spielen. Union fehlt der gesperrte Verteidiger Friedrich. Kruse kehrt in der Offensive sicher in die Startelf zurück.

BESONDERES: Union genießt sein Europacup-Leben auch auf Kosten von Gladbach. Hätte Kruse in der letzten Spielminute der vergangenen Saison gegen Leipzig nicht getroffen, wäre die Borussia anstelle der Eisernen in der Conference League dabei.

VfL Wolfsburg - RB Leipzig (Sonntag, 17.30 Uhr)

SITUATION: Der VfL Wolfsburg geht zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren wieder als Tabellenführer in ein Spiel. Leipzig verlor zum Auftakt in Mainz, überzeugte dann aber gegen den VfB Stuttgart.

STATISTIK: Die letzten vier Bundesliga-Partien zwischen Wolfsburg und Leipzig endeten mit einem Remis. Gegen keinen Gegner spielte Leipzig in der Bundesliga so oft Unentschieden wie gegen den VfL (fünfmal).

PERSONAL: Bei Wolfsburg ist der Einsatz von Neuzugang Waldschmidt noch fraglich, ansonsten fehlen nur die Langzeitverletzten. Leipzig muss auf Henrichs, Angelino und Halstenberg verzichten.

BESONDERES: Seit Sommer 2019 treffen Wolfsburg und RB Leipzig nun zum siebten Mal in einem Pflichtspiel aufeinander, keine Paarung gab es in diesem Zeitraum öfter.