2. Liga

96-Boss räumt Fehler ein: «Schrittweise zurückentwickelt»

23.06.2021 | Stand 01.07.2021, 15:14 Uhr

Swen Pförtner/dpa

Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind hält weiter am Ziel Erstliga-Aufstieg in den kommenden Jahren fest.

«Natürlich bleibt das Ziel der Bundesliga-Aufstieg. Aber in einer realistischen Zeitachse, also in den nächsten ein bis drei Jahren», sagte der 77-Jährige im Interview der «Sport Bild». Kind rechnet in der kommenden Saison in der 2. Fußball-Bundesliga mit sehr starker Konkurrenz. «Die 2. Liga ist nach den Ab- und Aufstiegen von Schalke, Bremen, Dresden und Rostock hochattraktiv», sagte er. «Das wird sportlich eine große Herausforderung. Fast alle Vereine haben das Ziel, in die 1. Liga aufzusteigen.»

Kind ergänzte: «Wie schwer es wird, haben wir in der abgelaufenen Saison gesehen. Wir haben einen hohen Finanz-Haushalt für die Profi-Mannschaft zur Verfügung gestellt. Der lag bei 24 Millionen Euro. Das Ergebnis ist bekannt: Wir haben es nicht geschafft.» Für die kommende Spielzeit kündigte er einen Etat von 16 bis 17 Millionen Euro an.

Zugleich räumte er Fehler in den vergangenen Jahren bei den 96ern ein. «Wir haben uns schrittweise zurückentwickelt», sagte Kind. «Wir sind nach 14 Jahren Bundesliga und zwei Europa-League-Teilnahmen zweimal abgestiegen – und jetzt immer noch in der 2. Liga. Das ist kein Zufall, das ist das Ergebnis von vielfältigen Fehlentscheidungen.»