Viele Ausflügler in Bayern: Lage an Zielen «entspannt»

24.04.2021 | Stand 27.04.2021, 5:00 Uhr

Katrin Requadt/dpa

Sonne satt - viele Menschen haben am Samstag in Bayern das warme Frühlingswetter genossen. Die Coronaregeln hatten die meisten dabei wohl im Blick.

Sonne, blühende Bäume und angenehme Temperaturen. Viele Menschen in Bayern zog es deshalb ins Freie. In Parks, an Seen, Flüssen und in den Bergen waren viele Ausflügler unterwegs, um das Wetter zu genießen. Ein Massenansturm auf einzelne Ziele blieb aber der Polizei zufolge aus. Es sei zwar einiges los gewesen, aber dabei friedlich geblieben, teilten die Behörden am Sonntag mit.

So meldete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd viele Leute, die an den Seen, in den Bergen und an anderen beliebten Ausflugszielen unterwegs waren. Die Wanderparkplätze seien wohl entsprechend voll, sagte ein Sprecher. Aber das sei bei diesem Wetter auch nicht anders zu erwarten. «Das erste schöne Wochenende nutzt man natürlich aus.»

Auch in München spazierten viele durch den Englischen Garten oder an der Isar entlang. Auch hier sei aber soweit alles in Ordnung gewesen, alle hätten sich offenbar an die Corona-Regeln gehalten, sagte ein Polizeisprecher.

Im Fichtelgebirge zog die Polizei ein ähnliches Fazit. Dort sei die Lage entspannt gewesen. Ähnlich ging es auch am Schwansee bei Füssen (Landkreis Ostallgäu) zu. Der See sei zwar in den vergangenen Monaten ein «Problemkind» gewesen, der Besucheransturm habe sich nach Angaben der Polizei trotz des guten Wetters aber in Grenzen gehalten.

Allerdings gab es auch viele Unfälle, auch mit Motorrad- und Fahrradfahrern. Bei Innerzell (Landkreis Freyung-Grafenau) wurde ein Motorradfahrer schwer verletzt. Wegen eines Fahrfehlers war der 16-Jährige in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einem Auto zusammengeprallt. Dass der Jugendliche überlebt habe, habe er wohl nur einem Schutzengel zu verdanken, schrieb die Polizei.

Für einen 20-Jährigen endete gleich die erste Spritztour mit seinem neuen Motorrad im Krankenhaus. Der junge Mann habe bei einem Überholversuch in einer Kurve im unterfränkischen Oberleichtersbach (Landkreis Bad Kissingen) die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sei gestürzt. Erst am Freitagvormittag hatte er die Maschine vom Händler abgeholt und zugelassen.

In Bayreuth starb eine Radlerin. Sie sei am Samstag trotz geschlossener Schranke über Bahngleise gefahren und von einem Regionalzug erfasst worden, teilte die Polizei mit. Im Berchtesgadener Land bei Bayerisch Gmain wurde ein Radler dagegen von einem Auto erfasst und wurde schwer verletzt.