Starker FC St. Pauli bremst den Tabellenzweiten Fürth

25.04.2021 | Stand 27.04.2021, 5:06 Uhr

Daniel Reinhardt/dpa

Das beste Rückrundenteam ist zu gut für Greuther Fürth. Gegen St. Pauli fehlt es ausnahmsweise hinten und vorne. Lange ärgern darf sich das Leitl-Team nicht. Schon am Mittwoch geht es weiter.

Die SpVgg Greuther Fürth ist beim Sturmlauf Richtung Fußball-Bundesliga vom besten Rückrundenteam der 2. Liga gebremst worden. Die Franken unterlagen am Sonntag beim FC St. Pauli mit 1:2 (0:1). Erst tief in der Nachspielzeit verkürzte Paul Seguin.

«Die Stimmung ist jetzt ein bisschen geknickt», sagte Verteidiger Marco Meyerhöfer bei Sky. Er sprach von einem «gebrauchten Tag».

Trotz der sechsten Saisonniederlage liegt der Tabellenzweite noch drei Punkte vor dem Hamburger SV, der in Regensburg nur 1:1 spielte. Auf Platz vier lauert Holstein Kiel, das zwar fünf Zähler weniger als die Fürther aufweist, aber drei Spiele weniger ausgetragen hat.

«Der Aufstieg wäre das i-Tüpfelchen auf eine herausragende Saison», sagte Trainer Stefan Leitl im Millerntor-Stadion - vor dem Anpfiff. Sein Team konnte den nächsten Schritt zum Aufstieg diesmal nicht machen. «Wir sind schlecht reingekommen ins Spiel», sagte Meyerhöfer zu einem entscheidenden Aspekt: «St. Pauli hat es auch gut gemacht.»

Beide Teams lieferten sich ein intensives Spiel. Die Gastgeber waren insgesamt zielstrebiger und effektiver: Eine Hereingabe von Rodrigo Zalazar verwertete Luca Zander (10. Minute). Nach der Pause war es der ehemalige Nürnberger Guido Burgstaller, der nach glänzender Vorarbeit des starken Zalazar Fürths Torwart Sascha Burchert überlupfen konnte (50.).

Burchert verhinderte wenig später gegen Zalazar sogar ein drittes Gegentor (69.). Der Schlussmann war der beste Gäste-Spieler im leeren Pauli-Stadion. Leitls Team fehlte es nicht nur an defensiver Stabilität. Bei den Offensivaktionen ließ die Kleeblatt-Elf bis auf das späte Tor von Seguin auch die gewohnte Präzision vermissen. Sebastian Ernst traf nach einer Flanke von David Raum die Latte (21.) Und Branimir Hrgota scheiterte an Torwart Dejan Stojanovic (40.).

Die Angriffe wurden im Strafraum nicht konsequent vollendet. «Oben ist alles eng», sagte Meyerhöfer zum engen Aufstiegskampf. Es gehe aber nicht darum, «große Töne zu spucken», sondern zu punkten. Am Mittwoch geht es für die Fürther gleich weiter gegen Sandhausen.