Söder will Bayerns Klima mit mehr Grün in Städten verbessern

19.05.2021 | Stand 21.05.2021, 5:51 Uhr

Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Zur Verbesserung des Klimas in den Städten sollen in Bayern auf staatliche Flächen, Dächern und an Gebäudefassaden Pflanzen angebaut werden. Angesichts des Klimawandels sei es eine der großen Herausforderungen, die Städte zu kühlen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München. Gute Möglichkeiten biete hier das Urban Gardening und das Urban Farming, wo Flächen begrünt würden. Als Beispiele nannte er große Dachflächen etwa auf der Messe oder an Flughäfen. «Pflanzen in der Stadt führen dazu, dass es insgesamt kühler, aber auch schöner wird.»

Söder sagte, dass die Begrünung Teil des neuen bayerischen Klimaschutzprogramms werde. Das Gesetz, welches unter anderem die Klimaneutralität bis 2040 vorschreibt, ist derzeit aber noch in der Abstimmung und bisher nicht im Kabinett verabschiedet. Dem Vernehmen nach soll dies aber noch vor der Sommerpause geschehen. «Bayern wird deutlich wärmer und die Städte sind im Schnitt zwei bis drei Grad wärmer als das Land», sagte Söder. Wegen des Klimawandels würden die Temperaturen steigen und die Wasserpegel sinken.

Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) betonte, dass in Zeiten, «wo alles nach Nachhaltigkeit ruft», Urban Gardening viele Möglichkeiten biete. Durch kleine Beete auf privaten Balkonen oder Terrassen könne die städtische Bevölkerung zudem ihre «Sehnsucht» nach Regionalität, Saisonalität und Eigenversorgung stillen.