Weniger Neuinfektionen

RKI: Kein Kreis in Bayern mehr über 100er-Inzidenz

30.05.2021 | Stand 30.05.2021, 13:55 Uhr

−Symbolbild: dpa

In Bayern liegt kein Kreis mehr über der kritischen Corona-Inzidenz-Marke von 100. In Ostbayern sind die Stadt Passau und der Landkreis Cham die Regionen mit den wenigsten Neuinfektionen.




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In der Stadt Weiden in der Oberpfalz, die sich in den vergangenen Tagen einer Inzidenz von 0,0 zu nähern schien, stieg die Inzidenz am Sonntag leicht auf 4,7. Damit teilt sich die Stadt Weiden gemeinsam mit der Stadt Amberg (4,7) die bundesweit zweitniedrigste Inzidenz.



Im Verbreitungsgebiet ist weiterhin die Stadt Passau die Region mit der niedrigsten Inzidenz (13,3), dicht gefolgt vom Landkreis Mühldorf am Inn (18,1). Der Landkreis Passau weist mittlerweile einen Wert von 20,2 auf (Stand Vortag: 20,8). Ebenfalls unter 35 befinden sich die Landkreise Landshut (33,1), Kelheim (30,1) und Regen(25,8) sowie die Städte Straubing (29,3) und Regensburg (30,7).







Im Durchschnitt lag die Inzidenz in Bayern laut RKI am Sonntag bei 36,0 und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 35,2. 585 neue Infektionen waren laut RKI in 24 Stunden dazugekommen - und 4 Todesfälle.



Höchste Werte in Bayern

Laut Robert Koch-Institut (RKI) war der bayerische Spitzenreiter am Sonntag der Landkreis Günzburg mit 99,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Auf Platz zwei folgte die Stadt Memmingen mit 97,5, die in der vergangenen Woche noch mit weit über 100 der deutschlandweite Corona-Hotspot war. Den höchsten Wert im Verbreitungsgebiet hat das Berchtesgadener Land mit 68,9 (Stand Vortag: 68,0).



Angesichts der sinkenden Corona-Inzidenzen fordert die SPD-Landtagsfraktion die Aufhebung des Katastrophenfalls. Ihr innenpolitischer Sprecher, Stefan Schuster, habe dazu einen Antrag gestellt, teilte die Oppositionsfraktion in München mit. „Der Katastrophenfall liegt nicht mehr vor und muss aufgehoben werden. Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr“, sagte Schuster.Der bayernweite Katastrophenfall war Anfang Dezember 2020 ausgerufen worden. Innenminister Joachim Herrmann stellte ihn fest und setzte damit einen Kabinettsbeschluss um. „Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen“, sagte der CSU-Politiker damals.

Der Katastrophenfall sei mit einer landesweiten Inzidenz von 177 sowie der Belegung der Krankenhäuser begründet worden, hieß es von der SPD-Fraktion. „Beides ist aktuell massiv rückläufig“, sagte Schuster.

− dpa/els