Unangenehmes Nachspiel möglich

Quarantäne nach den Pfingstferien kann teuer werden

21.05.2021 | Stand 21.05.2021, 16:31 Uhr

−Symbolbild: dpa

Ein Pfingsturlaub in einem Corona-Risikogebiet kann nach den Ferien für Eltern und Schulkinder ein unangenehmes Nachspiel haben.

Sollte nach der Rückkehr eine Quarantäne erforderlich sein, wird der versäumte Unterricht nicht nur als unentschuldigte Fehlzeit angesehen. Im schlimmsten Fall droht nach Angaben des Kultusministeriums auch ein Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen die allgemeine Schulpflicht. Das Bußgeld kann in Bayern im schlimmsten Fall bis zu 1000 Euro betragen.

„Die Schulpflicht besteht auch in der aktuellen Situation unverändert“, sagte ein Ministeriumssprecher. Alle Schülerinnen und Schüler hätten daher die Pflicht, den Unterricht zu besuchen. Wenn sehenden Auges durch die Reise in ein Risikogebiet nach Rückkehr eine Quarantäne erforderlich werde, welche die Teilnahme am Präsenzunterricht verhindert, stelle dies eine Ordnungswidrigkeit im Sinne von Artikel 119 des Schulgesetzes dar.

Bis der Test vorliegt kein Schulbesuch erlaubt

Eine Quarantäne ist etwa dann verpflichtend, wenn der Urlaub in einem sogenannten Hochinzidenzgebiet stattgefunden hat. Frühestens fünf Tage nach der Rückkehr kann die Quarantäne dann per negativem Corona-Test aufgehoben werden. Bis der Test vorliegt, ist natürlich auch kein Schulbesuch erlaubt.

Das Kultusministerium geht aber davon aus, dass Eltern und Schüler bei ihrer Urlaubsplanung und der Auswahl des Reiseziels verantwortungsvoll handeln, betonte der Sprecher. „Sie haben ein hohes Interesse daran, nach den Pfingstferien wieder am Präsenzunterricht teilzunehmen.“

Nach Pfingsten dürfte die Zahl der bayerischen Schüler im Präsenzunterricht wieder deutlich steigen. Nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 und mehr soll es dann noch Distanzunterricht geben. In Regionen mit einer Inzidenz unter 50 soll es dann wieder vollen Präsenzunterricht geben. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit Werten zwischen 50 und 165 gibt es demnach auch nach dem 7. Juni nur Wechselunterricht.

Auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt große Hoffnungen auf den vollen Präsenzunterricht: „Darauf warten viele Schüler und Eltern. In den acht Schulwochen bis zum Schuljahresende können wir die Klassengemeinschaft wieder stärken, genau hinschauen, wie es um den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler steht, und diese fördern.“

− dpa