Patronatstag der Gebirgsschützen nur als Andacht

02.05.2021 | Stand 03.05.2021, 22:59 Uhr

Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Mit einer Andacht in kleinem Rahmen anstelle der üblichen Großveranstaltung haben die bayerischen Gebirgsschützen ihren Patronatstag in Beuerberg begangen. Den Gottesdienst zelebrierte am Sonntag der Münchner Erzbischof Reinhard Marx. Teilnehmer und Ehrengäste - darunter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein Stellvertreter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) - trugen dabei einen Mund-Nasen-Schutz. «Heute coronabedingt leider anders als sonst», twitterte Söder anschließend. «Die Gebirgsschützen stehen für unsere bayerische Kultur und christliche Werte.»

Der CSU-Chef stammt aus Nürnberg und damit aus einer Region, in der es mangels Hochgebirges nie Gebirgsschützen gab, doch traditionell ist der bayerische Ministerpräsident deren Schirmherr. Die Gebirgsschützen waren im deutschsprachigen Alpenraum ursprünglich Bauernmilizen, die im Kriegsfall zu den Waffen gerufen wurden. Militärisch spielten sie das letzte Mal während des Ersten Weltkriegs eine Rolle, als Tiroler Schützen die Angriffe der italienischen Armee an der Alpenfront abwehrten.

In Bayern ist der Patronatstag traditionell der erste Sonntag im Mai, geehrt wird Maria als «Patrona Bavariae», Schutzpatronin Bayerns. Heute beschränken sich die Gebirgsschützen auf die Brauchtumspflege, außerdem engagiert die Staatsregierung die Schützen bei festlichen Empfängen wichtiger Gäste gerne zum Salutschießen.