In der Pandemie

Maibaumaufstellen ist 2021 zwar nicht verboten, aber...

19.04.2021 | Stand 19.04.2021, 8:16 Uhr

Ein 25 Meter langer Maibaum wird in einem Festzug am Sonntag, 1. Mai 2011, in Hohenschwangau (Schwaben) mit Pferden in den Ort transportiert. Das Aufstellen eines Maibaums hat seine ersten Ursprünge schon im 16. Jahrhundert. −Foto: dpa

Von Karin Seibold

Der Mai naht - und mit ihm die Frage: Wie ist das in der Corona-Pandemie eigentlich mit der Tradition des Maibaum-Aufstellens?



Wir haben beim Gesundheitsministerium nachgefragt. „Der rein technische Vorgang des Aufstellens eines Maibaums fällt nicht unter das Veranstaltungsverbot im Sinne von § 5 der 12. BayIfSMV“, erklärt dazu eine Sprecherin. Anders verhalte es sich mit „dem geselligen Beisammensein im Zuge dessen“, denn nach § 5 der 12. BayIfSMV sind Veranstaltungen und Versammlungen auch aus diesem Anlass untersagt. „Maibaumfeste können daher nicht stattfinden“, fasst die Sprecherin zusammen.



Weiter heißt es: „Die Zulässigkeit des Aufstellens des Maibaums ist an den allgemeinen Kontaktbeschränkungen zu messen (das heißt inzidenzabhängig), § 4 Abs. 1 der 12. BayIfSMV bzw. sofern die Betätigung im Rahmen der Berufsausübung (durch Privatfirmen), im Rahmen (schlicht-) hoheitlicher Tätigkeit (durch eigene Mitarbeiter der Gemeinde in deren Auftrag) oder in Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erfolgt an § 4 Abs. 2 der 12. BayIfSMV. Dies hat zur Folge, dass die Beschränkung der Personenzahl und Hausstände gemäß § 4 Abs. 1 der 12. BayIfSMV nicht greift. Dies gilt jedoch nur soweit und solange das Zusammenwirken der beteiligten Personen zwingend erforderlich ist.“



Die rechtliche Beurteilung des Maibaumaufstellens erfolge unter dem Vorbehalt, dass die Rechtslage sich bis zum 1. Mai 2021 möglicherweise ändere, heißt es.