Lage in bayerischen Krankenhäusern spitzt sich zu

13.04.2021 | Stand 14.04.2021, 23:12 Uhr

Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten langsam wieder knapp. In den vergangenen drei Wochen sei die Auslastung der sogenannten ICU-Betten um 43,5 Prozent gestiegen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Die Situation sei «noch beherrschbar», bereite angesichts der steigenden Infektionszahlen aber Sorgen.

ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird.

Bayerns Krankenhäusern meldeten am Dienstag 782 Covid-19-Patienten, wie aus dem deutschlandweiten DIVI-Register am Dienstag hervorgeht. Keine freie Betten auf der Intensivstation gab es demnach im Landkreis Landshut, mehrere andere Kommunen meldeten nur noch ein bis zwei freie Intensivbetten. Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof waren nach Angaben der dortigen Klinik am Dienstag noch zwei Intensivbetten frei, 49 Covid-19-Patienten wurden behandelt.

Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich ist. Aber neue Intensivpatienten müssen dann zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden. Bayernweit waren laut Intensivregister am Dienstag noch 10,9 Prozent der knapp 3400 Intensivbetten frei, vergleichbar mit dem benachbarten Baden-Württemberg.

«Die Lage spitzt sich zu», sagte ein Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Covid-19-Patienten nehme deutlich zu, gleichzeitig würden immer mehr Mitarbeitende ohne Impfung ausfallen. «Es gibt Kliniken, die geplante Operationen schon wieder verschieben.»