Mehr Normalität

Innengastronomie, Kontakte und Testpflicht: Bayern lockert deutlich

04.06.2021 | Stand 04.06.2021, 16:30 Uhr

−Symbolbild: Angelika Warmuth/dpa

In Bayern kehrt dank verbesserter Corona-Inzidenzwerte wieder mehr Normalität ein. Eine Übersicht:

Das könnte Sie auch interessieren:
- Die Pressekonferenz nach den Beratungen im Video/Ticker
- EM-Spiele in München vor Fans - Lockerung auch im Amateursport

Wegen deutlich gesunkener Corona-Infektionszahlen hat der Freistaat Bayern umfassende Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie beschlossen. Der Katastrophenfall werde von Montag an aufgehoben.



Unter einer Inzidenz von 100 ist auch Innengastronomie wieder möglich - zwischen 50 und 100 aber mit Testverpflichtung. Sowohl drinnen als auch draußen dürfen die Unternehmer dann bis 24 Uhr öffnen. Bedingung ist, dass auch Speisen angeboten werden.

Die Kontaktbeschränkungen für private Treffen und auch Feiern werden deutlich entschärft, kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag nach einer Kabinettssitzung an.



Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 sind bei Feiern unter freiem Himmel künftig bis 50, in geschlossenen Räumen bis 25 Personen erlaubt. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen draußen sogar bis 100, drinnen bis 50 Personen zusammenkommen - zuzüglich Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene. Somit können etwa Hochzeitsfeiern und Geburtstage wieder geplant werden. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 brauchen nicht Geimpfte oder Genesene allerdings einen negativen Test.

Flächendeckend Präsenzunterricht ab Montag

Ungeplant dürfen sich unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 wieder zehn Menschen treffen, unabhängig davon, aus wie vielen Haushalten sie kommen, wie Söder weiter ankündigte. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen es ebenfalls zehn Menschen sein, allerdings aus maximal drei Haushalten. Bisher durften sich maximal fünf Menschen aus drei Haushalten treffen.

Die Schulen werden von Montag an wieder flächendeckend Präsenzunterricht anbieten, dort wo die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt. Bei Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 soll dies von 21. Juni an gelten. Gleiches gilt für Kindertagesstätten. Auch an den Hochschulen soll es wieder Präsenzveranstaltungen wie Vorlesungen geben.

Der Handel wird bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 flächendeckend geöffnet, allerdings mit Hygienekonzepten und Beschränkungen bei der Zahl der Kunden. Auch auf Märkten dürfen wieder alle Waren und nicht nur wie bisher Lebensmittel verkauft werden. Auch Freizeitparks und andere Freizeiteinrichtungen dürfen wieder für Besucher öffnen.



Umfangreiche Lockerungen wird es auch im Amateursport geben. Zudem sollen 14.000 Zuschauer die Spiele bei der Fußball-EM in München besuchen dürfen.

Keine Testpflicht mehr in vielen Pflegeheimen

Auch bei der Kultur soll es wieder mehr Möglichkeiten mit bis zu 500 Zuschauern draußen geben - ähnlich wie bei Gottesdiensten. Bei letzteren darf wieder gesungen werden. In der Kirche müssen die Besucher allerdings weiter Masken tragen. Nur bei Freiluftgottesdiensten müssen keine Masken getragen werden.

Nach monatelangen massiven Besuchsbeschränkungen in den bayerischen Pflegeheimen werden viele Pflegebedürftige nun wieder leichter Angehörige und Freunde empfangen können. Das bayerische Kabinett beschloss am Freitag, dass in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 ab Montag keine Testpflicht für die Besucher mehr besteht.

− dpa