Corona

Herrmann: Bayern hält an Distanzunterricht ab 100er-Inzidenz fest

21.04.2021 | Stand 21.04.2021, 13:56 Uhr

−Symbolbild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Ungeachtet der Corona-Notbremse auf Bundesebene will der Freistaat mit Blick auf die Schulen die bisherigen Grenzwerte beibehalten.

„Bayern bleibt bei der bisher gültigen und damit strengeren Regelung“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) dem „Münchner Merkur“ (Donnerstagausgabe). „Das sind wir der Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler schuldig.“



Nach der Bundes-Notbremse sollen die Schulen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 verpflichtend auf Distanzunterricht umstellen. In Bayern gibt es derzeit für die meisten Klassen bereits ab 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche Fernunterricht. Ausgenommen sind nur die Abschlussklassen an Grund- und weiterführenden Schulen sowie die elfte Jahrgangsstufe.

Hohe Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen

Als Begründung für die strengeren Regeln verwies Herrmann auf die hohen Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Dienstag betont, dass die 15- bis 19-Jährigen inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe in Bayern seien. Die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in dieser Altersgruppe liege bei mehr als 320, bei den 10- bis 14-Jährigen noch immer bei gut 240. Insgesamt liegt der Durchschnitt in Bayern derzeit bei 185.

− dpa