Hohe Temperaturen
Wenn der Sommer mal ein Gastspiel gibt: Fünf Tipps bei Hitze

03.07.2024 | Stand 10.07.2024, 10:20 Uhr |

Endlich Sommer und Sonne in Deutschland! Doch was tun bei extremer Hitze? Wir haben fünf Tipps für Sie. − Symbolbild: Christin Klose/dpa

Endlich Sommer und Sonne in Deutschland! Doch was tun bei extremer Hitze? Wir haben fünf Tipps, wie Sie trotz hoher Temperaturen den Sommer gut aushalten.



Das hilft gegen Hitze in der Wohnung



Bei hohen Außentemperaturen im Sommer erhitzen sich natürlich auch schnell Innenräume. Gegen Hitze in der Wohnung hilft vor allem eins: tagsüber Fenster geschlossen halten und abdunkeln und morgens sowie abends lüften. Vor allem das Querlüften, bei dem gegenüberliegende Fenster weit geöffnet werden, sodass die Luft durchziehen kann, ist empfehlenswert – wo möglich. Die Heizung sollte an heißen Tagen im Sommer abgeschaltet oder auf Sommerbetrieb umgestellt werden. Was außerdem oft vergessen wird: Elektrische Geräte heizen die Wohnung zusätzlich auf, also hier am besten den Stecker ziehen, wenn diese gerade nicht benötigt werden, rät auch die Verbraucherzentrale.

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Die besten Getränke für den Sommer



Ausreichend trinken (mindestens zwei Liter) ist besonders wichtig im Sommer. Hier sollte man am besten auf Wasser zurückgreifen. Leitungswasser kann in Deutschland ohne gesundheitliche Bedenken getrunken werden, solange keine Warnungen vorliegen. Wer aber mehr Pep haben möchte, kann auch Wasser mit Geschmack trinken. Hierfür gibt es zahlreiche Rezepte und Ideen zum Selbstmachen, wie zum Beispiel Apfel-Zimt-Wasser, Wassermelonen-Wasser oder Blaubeer-Minze-Wasser. Auch unterwegs sollte man immer darauf achten, genug zu trinken. In vielen Läden kann man übrigens dank des deutschlandweiten Refill-Projektes kostenlos Wasser auffüllen. Refill-Stationen erkennt man direkt an einem entsprechenden Sticker an der Eingangstür. Laut Refill Deutschland braucht man nur eine eigene Trinkflasche mitnehmen und bekommt dann kostenfrei Leitungswasser.

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Der richtige Sonnenschutz



Die Mittagssonne sollte man laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Hochsommer am besten ganz vermeiden (zwischen 11 und 15 Uhr). Wenn man sich im Sommer im Freien aufhält, gilt aber auf jeden Fall zu jeder Uhrzeit: mit geeignetem Sonnenschutz eincremen und eine Kopfbedeckung tragen! Doch wie findet man den richtigen Sonnenschutz? Zuerst sollte man seinen persönlichen Hauttyp herausfinden. Denn je heller die Haut, desto empfindlicher reagiert sie auf UV-Strahlung. Dementsprechend sollte auch die Sonnencreme ausgewählt werden. Mindestens empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz für Kinder einen LSF (Lichtschutzfaktor) von mindestens 30, für Erwachsene von mindestens 20. Wer sich in den Bergen, im Schnee, am oder im Wasser und in sonnenreichen Regionen aufhält, sollte grundsätzlich eine Sonnencreme mit LSF 50+ verwenden.

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Senioren und Kinder im Sommer vor Hitze schützen



Bei einer Hitzewelle sollte man nicht nur auf sich selbst achten, sondern auch auf sein Umfeld. Besonders Senioren und Kinder sind bei Hitze stärker gefährdet. Bieten Sie älteren Menschen zum Beispiel an, an besonders heißen Tagen für sie einkaufen zu gehen. Erinnern Sie Senioren und Kinder häufiger daran zu trinken, Pausen zu machen und sich im Schatten aufzuhalten. Lassen Sie Kinder bei Hitze niemals allein im Auto sitzen, das kann lebensgefährlich sein. Arzttermine sollten Senioren vorwiegend am Abend wahrnehmen – oder man organisiert einen Hausbesuch, so ein Tipp der Verbraucherzentrale. Besonders bei älteren Menschen und Kindern sollte man noch aufmerksamer auf Warnsignale wie Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen oder auch Verwirrtheit achten und lieber früher reagieren als später. Für Abkühlung sorgen zum Beispiel feuchte Tücher oder eine mit kaltem Wasser gefüllte Wärmflasche.

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Was tun bei Sonnenstich und Hitzschlag?



Beschwerden und Warnsignale sollte man sowohl bei sich als auch bei anderen im Sommer sehr ernst nehmen. Denn Hitze kann unter Umständen lebensbedrohlich werden. Bei einem Sonnenstich kann es zu Reizungen der Hirnhäute und des Gehirns kommen. Symptome eines Sonnenstichs können ein roter Kopf, Schwindel, Übelkeit oder auch Bewusstlosigkeit sein. Laut BRK sollte man die betroffene Person mit erhöhtem Kopf in den Schatten legen und Kopf sowie Nacken kühlen. Bewusstlose Menschen, die aber noch normal atmen, sollte man in die stabile Seitenlage bringen. Außerdem den Notruf wählen! Als Schutz vor der Sonne kann übrigens eine Rettungsdecke zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zum Sonnenstich ist bei einem Hitzschlag nicht nur der Kopf, sondern der ganze Körper betroffen. Symptome können hier zusätzlich ein beschleunigter Puls, Krämpfe und Erbrechen sein. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind jedoch die gleichen wie bei einem Sonnenstich.

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