Corona lässt Erzbistum Bamberg 2021 wohl ins Minus rauschen

25.03.2021 | Stand 25.03.2021, 9:21 Uhr

Peter Kneffel/dpa

Die Corona-Pandemie wird voraussichtlich in diesem Jahr ein Minus von neun Millionen Euro in den Kassen des Erzbistums Bamberg hinterlassen. Es soll durch Rücklagenentnahmen ausgeglichen werden. «Die Jahre 2020 und 2021 werden von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt sein, die auch finanziell die ganze Gesellschaft und somit auch die Kirche in einem erheblichen Maße betreffen», sagte Finanzdirektor Mathias Vetter am Dienstag.

Der Jahresabschluss 2019 zeige zwar, dass das Erzbistum solide aufgestellt sei und ein positives Bilanzergebnis aufweise. Dennoch rechne die Diözese künftig mit geringeren Einnahmen.

Für 2019 stehe ein Plus von 1,7 Millionen Euro in den Büchern, hieß es. Dies sei als Corona-Sonderzuschuss an die Pfarreien überwiesen worden. 2020 sei mit einem ausgeglichenen Haushalt abgeschlossen worden.

Zum Erzbistum Bamberg gehören rund 657 000 Katholiken in Oberfranken sowie Teilen von Mittelfranken, Unterfranken und der Oberpfalz.

Bundesweit kämpfen Bistümer mit den Auswirkungen der Corona-Krise, unter anderem wegen wegbrechender Kirchensteuereinnahmen. Sie sinken vor allem deshalb, weil coronabedingt mehr Menschen in Kurzarbeit gegangen oder sogar arbeitslos geworden sind und deshalb keine Kirchensteuer mehr zahlen.