Bedford-Strohm: Rückzug von Marx zeugt von Geradlinigkeit

04.06.2021 | Stand 07.06.2021, 22:27 Uhr

Ole Spata/dpa/Archivbild

Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat das Rücktrittsangebot von Kardinal Reinhard Marx nach eigenen Worten mit Respekt und Bedauern aufgenommen. Dieser Schritt zeige die «beispielgebende Geradlinigkeit und Konsequenz, mit der er die Erneuerung seiner Kirche betreibt». Sollte der Papst sein Angebot annehmen, würde seine starke Stimme im jetzigen Amt fehlen, sagte Bedford-Strohm.

Bis zur Entscheidung des Papstes werde die Zusammenarbeit ökumenisch eng weitergehen, versicherte der EKD-Chef, der zugleich Landesbischof in Bayern ist, am Freitag. «Ich bin überzeugt davon, dass die Ökumene weiter wachsen wird, egal was danach kommt.»

Wie das Erzbistum von München und Freising am Vormittag mitgeteilt hatte, bat Kardinal Marx Papst Franziskus in einem Brief darum, «seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising anzunehmen und über seine weitere Verwendung zu entscheiden».