Statistik
Bayerns Bevölkerung wächst und wird älter

05.02.2024 | Stand 06.02.2024, 20:44 Uhr

Menschen in Fußgängerzone - Passanten mit Regenschirmen laufen im Regen durch die Fußgängerzone Neuhauser Straße und Kaufingerstraße. - Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

Die Bevölkerung in Bayern wächst einer Vorausberechnung zufolge auch in Zukunft und wird gleichzeitig älter. Die Einwohnerzahl werde sich von 13,37 Millionen im Jahr 2022 auf 13,98 Millionen im Jahr 2024 erhöhen, teilte das Landesamt für Statistik am Montag in Fürth mit. Das sei ein Plus von 610.000 Menschen, das sind 4,6 Prozent. Zeitgleich werde der demografische Wandel die Altersstruktur verändern: Das Durchschnittsalter steigt von heute 44,0 auf 45,4 Jahre.

Menschen, die aus anderen Regionen oder dem Ausland nach Bayern ziehen, werden nach Angaben der Fachleute die Bevölkerung künftig in nahezu allen kreisfreien Städten und Landkreisen wachsen lassen. Mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 nahmen die Zuwanderung und damit das Bevölkerungswachstum deutlich zu. Die Fachleute gehen davon aus, dass diese Entwicklung auf niedrigerem Niveau noch anhält, sich dann aber normalisiert.

Nach der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung 2022 bis 2042 wird die Zahl der Menschen ab 65 Jahren in diesem Zeitraum um 718.000 auf 3,52 Millionen zunehmen. Die Zahl der Menschen von 20 bis einschließlich 64 Jahren geht um 200.000 auf 7,86 Millionen zurück. Die Zahl der unter 20-Jährigen steigt moderat um 92.000 auf 2,61 Millionen im Jahr 2042.

Damit kommen 2042 dann 45 Menschen im Rentenalter auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter. 2022 lag der Wert noch bei etwa 35 auf 100 Personen. Berücksichtige man den Anstieg des Renteneintrittsalters, werden im Jahr 2042 auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter etwa 39 im Rentenalter ab 67 Jahren kommen, hieß es.

Die Bevölkerungsvorausberechnung ist nach Angaben des Landesamts wichtig für Planungen und Entscheidungen von Staat, Kommunen und Wirtschaft. Sie veranschaulicht die Bevölkerungsentwicklung, die Regierungsbezirke, Landkreise und kreisfreien Städte in den nächsten beiden Jahrzehnten jeweils erwarten können.

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