35 Prozent der Kita-Kinder in Notbetreuung

29.04.2021 | Stand 01.05.2021, 8:17 Uhr

Caroline Seidel/dpa/Archivbild

Gut ein Drittel aller Kita-Kinder in Corona-Hotspots nutzt nach Angaben des Sozialministeriums aktuell die angebotene Notbetreuung. Insgesamt 35,4 Prozent der Kinder, deren Einrichtung wegen der Pandemie nicht im Regelbetrieb laufe, seien nach den jüngsten Daten in die Notbetreuung gegangen, teilte das Ministerium auf dpa-Anfrage mit. Die durchschnittliche Auslastung der Einrichtungen im Notbetrieb lag demnach am Stichtag 23. April bei 35,0 Prozent.

Viele Kita-Leitungen und Eltern berichten jedoch, dass bei ihnen inzwischen trotz Notbetreuung nahezu alle Kinder kämen. Auch das Familienministerium verweist auf regionale Differenzen: «Eine besonders niedrige Auslastung haben beispielsweise die Kindertageseinrichtungen in der Stadt und im Landkreis Hof mit lediglich 10,8 beziehungsweise 10,3 Prozent Auslastung.» Dort dürfen aktuell nur Familien, bei denen beide Eltern in systemrelevanten Berufen und nicht im Homeoffice arbeiten, die Notbetreuung nutzen.

Auch die Landkreise Dingolfing-Landau, Cham, Haßberge und Günzburg haben laut Ministerium Werte unter 25 Prozent gemeldet. Die höchste Auslastung hatten demnach die Einrichtungen in Fürth mit 47,8 und im Landkreis Ebersberg mit 47,1 Prozent. Die Landeshauptstadt lag bei knapp 44 Prozent.

Den Angaben des Sozialministeriums liegen freiwillige Rückmeldungen von rund 65 Prozent der rund 9800 Kindertagesstätten in Bayern zugrunde. In diesen Einrichtungen würden regulär 422 300 Kinder betreut, hieß es. Am vergangenen Freitag seien davon 149 650 anwesend gewesen. Wie viele wegen Krankheit fehlten, wurde dabei nicht erfasst.