Polizei gibt Tipps

Wie sich Kinder auf dem Schulweg richtig verhalten

08.06.2021 | Stand 08.06.2021, 14:13 Uhr

−Foto: Stefan Sauer/dpa

Nach Monaten im Lockdown beginnt für Bayerns Schüler wieder der Unterricht vor Ort. Wie sie sich auf dem Schulweg richtig verhalten, erklärt das Polizeipräsidium Oberpfalz.



Das Polizeipräsidium Oberpfalz nimmt den Start in den Präsenzunterricht zum Anlass, die Gefahren und Risiken des Schulwegs wieder in Erinnerung zu rufen. In Sulzbach-Rosenberg und in Hirschau ereigneten sich bereits am 07.Juni Schulwegunfälle, bei denen Schüler verletzt wurden.

Nach teilweise monatelangem Homeschooling startete am Montag den 07.Juni für alle Schülerinnen und Schüler in der Oberpfalz wieder der Präsenzunterricht. Neben den Herausforderungen, die die Schule in den letzten Monaten bis zu den Sommerferien mit sich bringt, steht für viele Schülerinnen und Schüler die Bewältigung des Schulweges wieder an.



Unfallgeschehen auf dem Schulweg

Wie wichtig es ist, Kinder mit ihrem Schulweg vertraut zu machen und altersgerecht an eine sichere Verkehrsteilnahme heranzuführen, zeigt die jährliche Bilanz der Schulwegunfälle. Im Jahr 2020 ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz 30 Schulwegunfälle. Dabei erlitten insgesamt 31 Schüler Verletzungen. Glücklicherweise gab es in der Oberpfalz seit dem Jahr 2005 keinen Schulwegunfall mit tödlichen Folgen.


Besondere Gefahren und Risiken


Insbesondere für die Kinder in den unteren Klassen und deren Eltern gilt es, sich nochmals den Schulweg und dabei die besonderen Gefahrenstellen und Risiken in Erinnerung zu rufen.

Folgende Tipps gibt das Polizeipräsidium Oberpfalz den Eltern und Kindern an die Hand:

· Der Schulweg sollte nochmals gemeinsam mit den Kleinsten erkundet werden. Dabei sollen den Kindern Gefahrenbereiche und richtige Verhaltensweisen aufgezeigt werden. Der kürzeste Schulweg muss nicht auch der sicherste sein.

· Müssen Straßen überquert werden, so sollte das möglichst an Ampelanlagen, Fußgängerüberwegen oder Fußgängerfurten, die durch Schulweghelfer abgesichert sind, geschehen. Ist das nicht möglich, so wird daran erinnert, nicht hinter Hindernissen wie beispielsweise einem geparkten Auto oder einer Hecke auf die Fahrbahn zu treten.


Auffällige Kleidung schützt


· Kleidung und Schulranzen sollen auffällig und hell sein – das erhöht die Wahrnehmbarkeit. Reflektierende Elemente auf der Kleidung oder den Schultaschen stellen sinnvolle Ergänzungen dar.

· Der Weg zur Schule soll geplant und rechtzeitig angetreten werden, da Zeitdruck die Aufmerksamkeit der Kinder vermindert und somit auch das Unfallrisiko erhöht.

· Die Nutzung von Handys stellt durch die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen eine Gefahrenquelle im Straßenverkehr dar. Das Mobiltelefon sollte auf dem Schulweg im Schulranzen bleiben.

Besonderer Blick auf Sicherungseinrichtungen

Werden Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht oder abgeholt, so ist auf die vorschriftsmäßige Sicherung von Fahrern und Mitfahrern zu achten.

Die Polizei überwacht stichpunktartig das ganze Jahr über an stark befahrenen Schulwegen wie auch vor Schulen und Kindergärten besonders die Gurtmuffel. Die Schutzwirkung des Sicherheitsgurtes ist hinreichend belegt. Dennoch zeigt die Unfallstatistik immer wieder, dass viele Verkehrsteilnehmer den Gurt nicht anlegen.

Besondere Verantwortung tragen Fahrzeugführer auch gegenüber Kindern im Fahrzeug. Diese vorschriftsmäßig zu sichern ist Aufgabe der Fahrzeuglenker.

Zudem wird eindringlich drauf hingewiesen, dass Kinder, die mit Fahrrädern oder E-Scootern unterwegs sind, Helme tragen sollten.

Verhaltensregeln an Bushaltestellen

· Bushaltestellen sind keine Spielplätze!

· An den Haltestellen nicht drängeln und auf ausreichenden Abstand zum heranfahrenden Bus achten.

· Niemals vor oder hinter dem haltenden Bus über die Straße laufen, sondern warten bis der Bus die Haltestelle verlassen hat.

· Beim Aussteigen auf herannahende Radfahrer und Fußgänger achten.

Nicht nur die Schüler, jeder Verkehrsteilnehmer ist aufgerufen, jetzt besonders aufmerksam zu sein.

Im Umfeld von Schulen herrscht wochentags ein großes Aufkommen an Fußgängern und Radfahrern. Das Motto lautet deshalb: „Fuß vom Gas und bremsbereit sein, wenn sich Kinder am Fahrbahnrand befinden!“ Die gleiche Vorsicht gilt natürlich beim Passieren von Schulbushaltestellen.

− pnp