Betrüger machen keine Ferien

Tipps der Polizei: So schützen Sie sich im Urlaub vor Kriminellen

28.06.2021 | Stand 28.06.2021, 15:23 Uhr

−Symbolbild: dpa

Nach dem Ende vieler Corona-Beschränkungen zieht es die Menschen wieder in den Urlaub. Das wissen aber auch Kriminelle fürs sich zu nutzen, warnt das Polizeipräsidium Oberpfalz und gibt Tipps.

Die anhaltende Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen in den vergangenen Monaten haben bei vielen Bürgern den Wunsch nach Reisen und Erholung erhöht. Sinkende Inzidenzzahlen und die damit einhergehenden Lockerungen sowie der Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern ermöglichen vielen Menschen nun die ersehnte Urlaubsreise.






Damit die geplante Reise im In- oder Ausland die gewünschte Erholung bietet, sollten sich Reisende vor Betrügern und Dieben vor Ort in Acht nehmen. „Auch zu Hause sind vor der Abreise einige Vorsichtsmaßnahmen angezeigt“, warnt die Polizei in diesem Zusammenhang. Denn: Betrüger, Diebe und dergleichen machen keinen Urlaub. Die Palette der Kriminellen ist dabei vielfältig und reicht von der Urlaubsbuchung über einen „Fake-Shop“, über Einbrüche in die verlassenen eigenen vier Wände, bis hin zu Diebstählen aus Fahrzeugen sowie Ferienunterkünften. Auch Taschendiebstähle sind in Urlaubsgebieten keine Seltenheit.

Folgende Tipps gibt die Polizei für einen sicheren Urlaub:
- Achten Sie bei der Buchung Ihres Urlaubs im Internet auf seriöse Anbieter. Gefälschte Verkaufsplattformen, sogenannten Fake-Shops, bieten Produkte gegen Vorkasse an, die häufig gar nicht existieren. Ist die vermeintliche Ferienwohnung erst einmal bezahlt, ist das Geld weg und am Urlaubsort wartet dann möglicherweise eine böse Überraschung.
- Lassen Sie Ihr Haus beziehungsweise Ihre Wohnung während Ihrer Abwesenheit nicht unbewohnt erscheinen. Bitten Sie Ihre Nachbarn darum, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Hinterlassen Sie auch auf Ihrem Anrufbeantworter oder in den sozialen Netzwerken keine entsprechenden Hinweise auf Ihre Abwesenheit.
- Kopieren Sie wichtige Unterlagen (Pass, Kreditkarte, Impfausweis) vor Reiseantritt und bewahren Sie diese an separater Stelle in Ihrem Gepäck auf.
- Nehmen Sie nur so viel Bargeld, Zahlungskarten oder Ausweise mit wie nötig und tragen Sie diese immer am Körper (z.B. in einer verschließbaren Innentasche der Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürteltasche). Behalten Sie auch beim Bezahlen Ihre Kreditkarte immer im Auge. Bewahren Sie Ihre persönliche Identifikationsnummer (PIN) nicht in Ihrer Geldbörse auf. Lernen Sie sie auswendig.
- Schließen Sie Auto, Wohnwagen, Hotelzimmer oder Ferienwohnung immer ab, auch wenn Sie nur kurz weg sind. Lassen Sie Geld und andere Wertsachen nie offen herumliegen.
- Lassen Sie Wertgegenstände und Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt. Seien Sie insbesondere bei größeren Menschenansammlungen, z.B. im Gedränge an Bahnhöfen, Flughäfen oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten vorsichtig. Diese sind bei Taschendieben sehr beliebt.
- Tragen Sie Ihre Handtasche immer am Schulterriemen und klemmen Sie diese auf der zur Straße abgewandten Seite unter den Arm, damit vorbeifahrende Rad- oder Mopedfahrer sie nicht entreißen können.
- Wurde Ihre Zahlungskarte gestohlen, lassen Sie diese sofort unter der Sperrnotruf-Nummer 116 116 sperren. Die Nummer ist auch aus dem Ausland mit der entsprechenden Landesvorwahl +49 für Deutschland erreichbar. Zur zusätzlichen Sicherheit, insbesondere für die Erreichbarkeit aus dem Ausland, ist der Sperr-Notruf auch unter der Rufnummer +49 (0)30 40 50 40 50 zu erreichen. Notieren Sie sich die entsprechenden Nummern beziehungsweise speichern Sie diese in Ihrem Mobiltelefon ab. Verständigen sie auch Ihre Hausbank über den Diebstahl Ihrer Zahlungskarte.
- Kaufen Sie Fahrscheine für Ausflugsfahrten oder Eintrittskarten für Veranstaltungen nur im Hotel oder bei offiziellen Verkaufsstellen, nicht bei "fliegenden Händlern" auf der Straße.
- Vereinbaren Sie, bevor Sie Dienstleistungen wie Taxifahrten, Ausflüge oder Fremdenführungen in Anspruch nehmen, einen verbindlichen Preis.

- Halten Sie die Notrufnummer der Polizei im jeweiligen Land bereit.


Die wichtigsten Tipps der Polizei für Campingurlauber

- Nur auf gesicherten Camping- oder Wohnmobilstellplätzen übernachten, nie auf Parkplätzen oder Raststätten direkt an der Autobahn.
- Wohnmobil sichern: Ein Spanngurt oder eine Kette, die durch Haltegriffe, Armlehnen, etc. gezogen wird, , verhindert zum Beispiel das Öffnen der Fahrerhaustüren von außen. Türsicherungen, Diebstahlwarnanlagen und Gaswarngeräte gibt es im Fachhandel.
- Dokumente und Wertsachen in einem fest eingebauten Safe aufbewahren.


Zusätzlich auf Corona-Beschänkungen achten:



„Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei“, warnt die Polizei ergänzend zu ihren Tipps gegen Kriminelle. Daher gelte es, auf der Urlaubsreise und am Feriendomizil, sich an die länderspezifischen Reisehinweise des Auswärtigen Amts und an die lokalen Anweisungen zu halten. Diese sind an die jeweilige Situation der Corona-Pandemie vor Ort angepasst. „Informieren Sie sich bereits bei der Planung einer Auslandsreise über den Reisehinweis zu ihrem Zielland auf der Website des Auswärtigen Amtes unter“, so die Beamten.