Regensburg
Schon 1300 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im Landkreis Regensburg

06.04.2022 | Stand 23.09.2023, 2:02 Uhr

Flüchtlinge, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, warten am polnisch-ukrainischen Grenzübergang in Medyka. −Symbolbild: dpa

Rund 1300 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine haben sich seit dem 24. Februar in den Einwohnermeldeämtern des Landkreises Regensburg angemeldet.



Vom Landratsamt wurden bisher 131 Kriegsflüchtlinge an 53 private Wohnungsangebote weitervermittelt, wobei es sich hierbei um Wohnungsangebote für Einzelpersonen, vorwiegend aber für Familien aus zwei bis fünf Personen gehandelt hat, teilt das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit.

Drei größere Zwischenunterkünfte

Derzeit gibt es drei größere Zwischenunterkünfte, von denen die Kriegsflüchtlinge dann weiterverteilt werden. In der Unterkunft in Zeitlarn sind derzeit 45 Personen untergebracht, in der Unterkunft in Tegernheim 82 Personen sowie in der Unterkunft beim Tenniscenter Neutraubling 20 Personen.

Darüber hinaus gibt es Unterkünfte, die im Rahmen des Katastrophenschutzes vorgehalten werden und dann eingesetzt werden, wenn plötzlich eine größere Anzahl von Menschen in der Oberpfalz ankommen und die normalen Aufnahmewege über das ANKER-Zentrum Regensburg oder die Kreisverwaltungsbehörden nicht mehr ausreichen würden. Hierfür bereitet sich die Oberpfalz auf das Szenario von 2000 Personen vor, die dann nach dem Bevölkerungsproporz auf die Kreisverwaltungsbehörden aufzuteilen sind. Für den Landkreis Regensburg wurde hierzu eine große Halle im Gewerbegebiet Wörth-Wiesent angemietet, in der 225 Personen eine Unterkunft finden könnten – belegt ist diese Halle bisher noch nicht. Desweitern stünde im Bedarfsfall die Turnhalle Laaber mit insgesamt 150 Plätzen zur Verfügung.

Wer privaten Wohnraum anbieten möchte, kann sich an die E-Mail-Adresse Anmietung@lra-regensburg.de des Landratsamtes wenden.

− pnp