Polizei warnt

Schockanrufe in der Oberpfalz: Betrüger machen erneut Beute

15.09.2021 | Stand 15.09.2021, 18:24 Uhr

−Symbolbild: dpa

Schon wieder haben Betrüger mit Schockanrufen in der Oberpfalz Geld erbeutet. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei noch einmal mit Nachdruck.

Am Dienstag kam es in den Nachmittagsstunden insbesondere in der Stadt und im Landkreis Regensburg vermehrt zu Schockanrufen. Eine 81-jährige Frau aus Regensburg wurde Opfer einer solchen Betrugsmasche. Speziell in ihrem Fall erhielt die Frau einen Anruf in dem ihr mitgeteilt wurde, dass gegen ihre Tochter ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren laufe, da sie einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter eines Amtsgerichts aus. Dieser forderte einen mittleren fünfstelligen Betrag von der Dame, als „Kaution“ für die Tochter.

In Sorge um ihre Tochter ging die Getäuschte auf die Geldforderungen der Betrüger ein. Sie ging gegen 14.30 Uhr zur Übergabe im Stadtbezirk Brandlberg-Keilberg und übergab einer unbekannten Frau das Geld. Die Frau wird wie folgt beschrieben:

- ca. 35 Jahre alt
- ca. 165 cm groß
- schlanke Figur
- schwarze lockige schulterlange Haar, wurden offen getragen
- bräunliche Gesichtsfarbe
- trug rosafarbiges Oberteil

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, sich unter der Hinweis-Hotline 0941/506-2888 zu melden.

Trotz vielfacher, zurückliegender Berichterstattungen erneuert die Polizei ihre Warnungen und Hinweise zum Phänomen „Schockanruf“:
- Setzen Sie Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis.
- Reden Sie offen in der Familie, insbesondere mit älteren, möglicherweise alleinstehenden Angehörigen, über dieses Phänomen.
- Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe.
- Übergeben Sie nie Geld an Unbekannte.
- Staatliche Stellen fordern niemals auf diese Art und Weise Bargeld oder Wertgegenstände.
- Deponieren Sie keine größeren Bargeldbestände zu Hause.
- Finden Sie eine Vertrauensperson, mit der Sie jederzeit über Geld sprechen können.
- Reden Sie vor Geldtransaktionen mit Ihrer Vertrauensperson.
- Legen Sie bei derartigen Anrufen sofort auf. Verständigen Sie dann den Notruf 110 oder Ihre örtliche Polizei. Verwenden Sie hierfür niemals die im Display angezeigte Rufnummer, sondern die Ihnen bekannte.
- Rufen Sie beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen.

− pnp