Inzidenzen in der Übersicht

Regionale Hotspots: Weiterer Landkreis unter Schwellenwert

29.11.2021 | Stand 29.11.2021, 9:24 Uhr

Nach den Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 28. November kamen in den vergangenen sieben Tagen 1187 Corona-Fälle ins Krankenhaus. −Foto: Tom Weller/dpa

Von Anja Kurz

In einigen Corona-Hotspots der Region sinken die Inzidenzen langsam. Mittlerweile haben vier Landkreise die 1000er Marke für schärfere Corona-Maßnahmen wieder unterschritten. Am Montag kam ein neuer Landkreis hinzu. Lockerungen gibt es bislang aber noch nicht.



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Erst am Freitag war die Inzidenz im LandkreisDeggendorf mit 1053,7 über 1000 gestiegen. Seit Samstag gelten auch dort verschärfte Maßnahmen mit einer Schließung von Gastronomie, Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen. Schon am Samstag ging die Inzidenz aber wieder um fast 100 nach unten - nun liegt der Wert am Montag (866,3) bereits den dritten Tag unter dem Schwellenwert.

Noch keine Lockerungen in Hotspots

Den ersten Tag unter der 1000er-Marke lag der Landkreis Dingolfing-Landau (992,3). Doch das bleibt in allen Landkreisen noch ohne Konsequenz: Der lokale Lockdown endet grundsätzlich erst, sobald die maßgebliche Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder unterschritten wird. Ebenfalls ein wichtiges Kriterium: Es muss erkennbar sein, dass die Tendenz nach unten zeigt - und die 1000er Marke nicht im schlechtesten Fall schon wieder am Folgetag überschritten wird.


Alle aktuellen Entwicklungen in der Region lesen Sie in unserem Corona-Ticker. Die neuesten Corona-Daten aus den einzelnen Landkreisen sowie Statistiken zur Lage in den Kliniken finden Sie in unserer großen Datenübersicht.




Corona-Hotspot Nummer 1 in Bayern ist am Montag weiterhin der Landkreis Freyung-Grafenau - mit 1373,2. Bundesweit verzeichnen aber inzwischen neun Landkreise aus Thüringen, Brandenburg und Sachsen höhere Werte. Deutschlandweiter Hotspot ist der sächsische Erzgebirgskreis mit einer Inzidenz von 2073,4.

Bayernweit sind die Inzidenz nach FRG in den Kreisen Rosenheim (1357,6) und Rottal-Inn (1209,4) am zweit- und dritthöchsten, dort sind sie im Vergleich zum Vortag auch weiter gestiegen. Insgesamt verzeichnen in der Region noch sieben Landkreise und Städte eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 1000 - Dingolfing-Landau lag am Montag den ersten Tag darunter.

Den zweiten Tag unter dem Schwellenwert lag am Montag der Landkreise Regen. Die Landkreise Berchtesgadener Land und Deggendorf sind bereits den dritten Tag darunter (Inzidenzen siehe unten). Dennoch gelten dort weiterhin die strengen Corona-Regeln für Hotspots. Aufgehoben werden können diese nur, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter dem Grenzwert von 1000 liegt.

Hotspot-Regeln in aller Kürze

In den Hotspot-Regionen müssen dagegen Gastronomie sowie Beherbergungsbetriebe, Sport- und Kulturstätten schließen. Zudem müssen die Hochschulen auf digitale Lehre umstellen. Schulen und Kitas bleiben allerdings ebenso offen wie der Handel. Die Geschäfte dürfen aber nur noch eine Person pro 20 Quadratmeter Fläche einlassen.

Restaurants dürfen während des sogenannten regionalen Lockdowns Speisen zum Abholen anbieten, auch Friseure dürfen offen bleiben und Hotels zumindest Geschäftsreisenden Übernachtungen anbieten.

Hotspot-Gebiete in der Region am Sonntag

Folgende Städte und Landkreise der Region hatten laut Robert Koch-Institut (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 1000, sodass dort die Hotspot-Regelung gilt:

NIEDERBAYERN
- Landkreis Freyung-Grafenau (1373,2; Vortag: 1374,5)
- Landkreis Rottal-Inn (1209,4; Vortag: 1194,6)
- Landkreis Passau (1110,3; Vortag: 1095,4)
- Landkreis Dingolfing-Landau (992,3; Vortag: 1000,6) erster Tag unter 1000
- Landkreis Regen (952; Vortag: 858,8) zweiter Tag unter 1000
- Landkreis Deggendorf (866,3; Vortag: 980,9) dritter Tag unter 1000

SÜDOSTOBERBAYERN
- Landkreis Mühldorf am Inn (1027,6; Vortag: 1058,5)
- Landkreis Traunstein (1122,3; Vortag: 1114,5)
- Stadt (1086,6; Vortag: 1086,6) und Landkreis Rosenheim (1357,6; Vortag: 1356,8)
- Landkreis Berchtesgadener Land (988,5; Vortag: 988,5) dritter Tag unter 1000



Lage in den Krankenhäusern

Nach den Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 28. November kamen in den vergangenen sieben Tagen 1187 Corona-Fälle ins Krankenhaus. Die Hospitalisierungs-Inzidenz in Bayern sank von 9,4 auf 9. Gestiegen ist allerdings die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen: Am Mittwoch waren es mit 1013 erstmals über 1000, am Montag waren es mit 1052 noch mehr. 552 davon werden nach Angaben des DIVI-Intensivregisters vom 28. November beatmet.


Eine Übersicht über die Belegung der Intensiv-Betten in den einzelnen Kliniken in der Region finden Sie in unserer großen Daten-Übersicht




Die Corona-Inzidenz in Bayern ist wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Montag mit 627,6 an - am Freitag lag der Wert bei 652,3.

7179 neue Infektionen und 29 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona meldeten die bayerischen Gesundheitsämter laut RKI innerhalb von 24 Stunden (Stand: Montag, 03.12 Uhr).



Inzidenzen in der Region im Überblick

NIEDERBAYERN
- Landkreis Freyung-Grafenau (1373,2)
- Stadt (559) und Landkreis Passau (1110,3)
- Landkreis Rottal-Inn (1209,4)
- Landkreis Deggendorf (866,3)
- Stadt Straubing (554,5) und Landkreis Straubing-Bogen (740,1)
- Stadt (578,9) und Landkreis Landshut (753,8)
- Landkreis Kelheim (547,9)
- Landkreis Dingolfing-Landau (992,3)
- Landkreis Regen (952)

SÜDOSTOBERBAYERN
- Landkreis Altötting (804,3)
- Landkreis Mühldorf am Inn (1027,6)
- Landkreis Traunstein (1122,3)
- Landkreis Berchtesgadener Land (988,5)
- Stadt (1086,6) und Landkreis Rosenheim (1357,6)

OBERPFALZ
- Stadt (507,7) und Landkreis Regensburg (513,2)
- Landkreis Cham (699,5)

Auch außerhalb der Hotspots gelten für Ungeimpfte Kontaktbeschränkungen. Clubs, Diskotheken und Bars mussten schließen, Restaurants dürfen nur noch bis 22 Uhr öffnen. Alle Weihnachtsmärkte wurden untersagt, bei Kultur- und Sportveranstaltungen darf nur noch jeder vierte Zuschauerplatz besetzt werden.

− dpa