Durch italienische Behörden

Regensburger Rettungsschiff „Sea-Eye 4“ in Palermo festgesetzt

05.06.2021 | Stand 05.06.2021, 15:12 Uhr

Das vierte Schiff der Regensburger Seenotretter „Sea-Eye“. −Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Die italienischen Behörden haben das Schiff der Regensburger Seenotretter Sea-Eye im Hafen der sizilianischen Stadt Palermo festgesetzt.

Man wisse nicht, für wie lange die „Sea-Eye 4“ dort bleiben müsse, sagte der Sprecher der Organisation, Gorden Isler, der Deutschen Presse-Agentur. Als Grund hatten die Behörden ihm zufolge unter anderem angeführt, dass zu viele Menschen auf dem Schiff transportiert wurden.



Schiff nicht als Rettungsschiff klassifiziert

Dies begründeten die Behörden laut Isler damit, dass das Schiff nicht als Rettungsschiff klassifiziert ist und deshalb andere Regeln zum Beispiel beim Abwassersystem oder der erlaubten Zahl von Menschen an Bord gelten. Das Problem für die Organisation sei, dass es unter der deutschen Flagge die von den italienischen Behörden verlangte Rettungsschiff-Klassifizierung nicht gebe. Sea-Eye fordert deshalb Unterstützung aus Deutschland.

Im Mai über 400 Migranten aus dem Mittelmeer gerettet

Die „Sea-Eye 4“ hatte bei ihrem zurückliegenden Einsatz im Mai nach eigenen Angaben 408 Bootsmigranten aus dem zentralen Mittelmeer gerettet und sie nach Pozzallo auf Sizilien gebracht. Von dort setzte die Crew der privaten Organisation für die Zeit der Quarantäne und zur Wartung des Schiffes später nach Palermo über. Der Bürgermeister der Stadt ernannte die Schiffscrew am Freitagabend wegen ihres Engagements zu Ehrenbürgern.

− dpa