Pandemie

Regensburger Jusos positionieren sich gegen verfrühte Öffnungen und für den Zero-Covid Ansatz

29.03.2021 | Stand 29.03.2021, 12:08 Uhr

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Am Samstag, 27. März, fand die Stadtverbandsdelegiertenkonferenz der Regensburger SPD statt. Neben einem neuen Vorstand, samt neuer Doppelspitze stimmten die Regensburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch über inhaltliche Anträge ab.

Von Jusos Regensburg/Pressemitteilung

Regensburg. Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der Regensburger SPD brachten einen Antrag ein, der eine klare Haltung in der Coronakrise einfordert. So beschlossen die Genossinnen und Genossen , dass die Stadt Regensburg dem Tübinger Modell nicht so einfach folgen, sondern einen Zero-Covid-Ansatz unterstützen solle.

„Wir finden den Ansatz einer ausgeweiteten Test- und vor allem einer funktionierenden Impfkampagne durchaus richtig, nur muss das bei Inzidenzen von 162,2 (Stand: Freitag, 26. März) ohne weitere Öffnungsschritte geschehen“, so Bastian Käsbauer Vorsitzender der Jusos Regensburg. Tests seien kein Impfpass für einen Tag, das zeigten laut Käsbauer auch die Zahlen in Tübingen. Weiter wies er darauf hin, dass die derzeitigen Corona-Stützen natürlich nicht ausreichen und das die Frustration bei jungen Menschen gerade bei Schülerinnen und Schülern durchaus nachvollziehbar seien. „Und trotz all dem können wir jetzt noch nicht lockern. Gerade die Mutationen grassieren in der Region stark und haben auch erheblich schwerere Folgen auch für nicht Vorerkrankte oder junge Menschen was ja mittlerweile unter dem Stichwort Long Covid auch durchaus bekannt ist. Allerdings braucht es dafür auch den solidarischen Shutdown mit Existenzsicherung und Zugang zu den digitalen Angeboten für alle und das garantiert“, fährt Käsbauer fort.

Die Jusos wollen Lockerungen nach dem Tübinger Modell erst ab einer Inzidenz von 30 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen ermöglichen und finden mit diesem Vorschlag auch eine Mehrheit in der Partei. Sie fordern weitergehend das Sitzungen aller SPD-Gremien sowie in der Stadtverwaltung so weit wie möglich digital stattfinden sollen. In der Verwaltung und bei den städtischen Töchtern solle auf Homeoffice und Kurzarbeit gesetzt werden, während sich die Stadt auch für andere Maßnahmen und vor allem andere Stützen im Städtetag und beim Land Bayern einsetzen soll.

„Das Uniklinikum gab bereits bekannt, dass die übrige Intensivbettenkapazität überschaubar sei“, so Anna Gmeiner stellvertretende Vorsitzende der Jusos Regensburg. Wenn man nicht wolle das der Eindruck einer handlungsunfähigen Politik verfestigt, dann müsse man jetzt die Notbremse ziehen, aber eben gleichzeitig auch Existenzen sichern, so Gmeiner weiter. Abschließend merkt Gmeiner an: „Ein solidarischer, letzter Kraftakt kann uns einen erträglichen Sommer bescheren und mit voranschreitender Impfkampagne dann hoffentlich auch eine Corona freie Zukunft, aber mit dem derzeitigen Wechselkurs wird es nur anstrengender und teurer für uns alle.“