„Vorbildliche Leistungen“

OTH Regensburg verbessert Spitzenposition im Gründungsradar des Stifterverbands

16.03.2021 | Stand 18.03.2021, 15:49 Uhr

Das Start-up-Center der OTH Regensburg betreibt aktive Gründungsförderung – der Stifterverband bescheinigt diese vorbildliche Leitung der Hochschule im aktuellen Gründungsradar 2020. Foto: OTH Regensburg/Florian Hammerich

„Vorbildliche Leistungen“ in der Gründungsförderung bekommt die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) im aktuellen Gründungsradar 2020 des Stifterverbands bescheinigt.

Von OTH Regensburg/Pressemitteilung

Regensburg. Bundesweit hat sich die OTH Regensburg trotz einer stärker werdenden Konkurrenz noch weiter verbessern können. Die OTH Regensburg erreicht Platz 5 (aus 71 teilnehmenden Hochschulen und Universitäten) in der Gruppe „Mittelgroße Hochschulen“ mit 5.000 bis 15.000 Studierenden. Im letzten Gründungsradar 2018 kam die OTH Regensburg noch auf Rang 7 (aus 56 teilnehmenden Hochschulen und Universitäten). Bezogen auf die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) belegt die OTH Regensburg sogar bundesweit erneut Platz 3; in Bayern landet sie unter allen HAW der Vergleichsgruppe auf Platz 1 – wie bereits beim Gründungsradar 2018.

„Mit dem gesamten Team vom Start-up-Center der OTH Regensburg freue ich mich über dieses sehr gute Abschneiden“, sagt Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Leiter des Start-up-Centers der OTH Regensburg. „Wir sind damit auf dem Fachgebiet Entrepreneurship eine der führenden Hochschulen Deutschlands. In Bayern bleiben wir in der Größenordnung der mittelgroßen Hochschulen weiterhin die beste Hochschule für Angewandte Wissenschaften“, so Prof. Saßmannshausen weiter. Der Gründungsradar zeichnet dabei eine dynamische Entwicklung nach: Im Gründungsradar 2013 rangierte die OTH Regensburg noch im Mittelfeld auf Rang 22 und hat sich seitdem kontinuierlich verbessert.

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Gründungsradar wird in zweijährigem Turnus in Kooperation mit der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung durchgeführt. Er wurde 2012 erstmals erstellt; der Gründungsradar 2020 ist die fünfte Befragung, an der sich knapp 60 Prozent der Hochschulen in Deutschland beteiligten. Nach Angaben des Stifterverbands haben jedoch nahezu alle relevanten Hochschulen, das heißt Hochschulen, für die das Thema Gründungsförderung eine Rolle spielt, teilgenommen.

Das Gründungsklima an den Hochschulen hat sich laut Stifterverband weiter verbessert. Der Großteil der Hochschulen (85 Prozent) hat die Thematik in seiner strategischen Zielvereinbarung verankert. Vor der COVID-19-Pandemie mündeten die Gründungsaktivitäten der Hochschulen in eine dynamische Gründungskultur. Das zeigen die Zahlen der Gründungen aus Hochschulen heraus – sie sind seit 2017 um 22 Prozent auf 2176 im Jahr 2019 gestiegen. Im selben Zeitraum gab es aus der OTH Regensburg heraus 41 Ausgründungen. Start-ups aus der OTH Regensburg wie beispielsweise die iNTENCE automotive electronics GmbH, die Timing Architects Embedded Systems GmbH, anybill (techreach GmbH), der ForestManager (rBITech GmbH), HANS Brainfood GmbH oder jüngst die Serotalin GmbH haben inzwischen bundesweite oder gar internationale Bedeutung erlangt. Gründungen auf dem Gebiet des sogenannten Social Entrepreneurship helfen zudem die Lebensbedingungen von Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern, wie zum Beispiel das Team des Hydro Solution e.V., der mit einer ebenso innovativen wie auch vor Ort gut handhabbaren Methode die Trinkwasserversorgung in den ärmsten Gegenden Kenias und Afrikas nachhaltig verbessert.

Prof. Saßmannshausen erläutert die Vision, die er mit der Gründungsunterstützung verfolgt: „Die Gründungsförderung an der OTH Regensburg unterstützt junge Menschen darin, ihre Träume vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Forschungsergebnisse werden dadurch in die Praxis transferiert und über die Mechanismen des Marktes in die Welt gebracht. Uns geht es nicht darum, bestehenden Wohlstand umzuverteilen, sondern neuen Wohlstand durch Innovationen zu erschaffen. Die positiven Auswirkungen des Gründungsgeschehens sind dabei sehr vielfältig. Die Selbstverwirklichung der Gründerinnen und Gründer sowie die Unabhängigkeit die eigene Chefin oder der eigene Chef zu sein, sind dabei nur ein Aspekt von vielen. Es kommt viel Gutes und Neues durch die Ausgründungen in die Welt.“