Nach Corona-Winter

Netzwerk für gesundes Aufwachsen – fit und gesund ins Frühjahr starten

17.03.2021 | Stand 18.03.2021, 15:58 Uhr

Foto: Li Zhongfei/123rf.com

Nach einem anstrengenden Corona-Winter ist die Vorfreude auf das Frühjahr groß. Vielleicht nehmen auch Sie sich Zeit, die Themen Ernährung und Bewegung in den Fokus zu rücken und sich fit zu halten/machen. Eine gute Idee – meint der Arbeitskreis „Gesund aufwachsen“ der Gesundheitsregionplus Regensburg und hat für Sie Anregungen und Tipps für die Umsetzung gesammelt.

Von LRA Regensburg/Pressemitteilung

Landkreis Regensburg. In der kalten Jahreszeit machen es sich viele daheim gemütlich. Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen dürften diesen Trend noch weiter verstärkt haben. Nicht selten ist dieses Verhalten mit zu wenig Bewegung verbunden und verleitet vermehrt zu ungesundem Essverhalten. „Die Versuchung ist groß, zu Hause häufiger zu Snacks, Süßigkeiten und vor allem süßen Getränken zu greifen“, erklärt Dr. Simone Eckert, Leiterin der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus Regensburg, die den Arbeitskreis „Gesund aufwachsen“ leitet.

Corona – mehr Soft Drinks und Knabbereien

Eine Studie des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin untermauert die regionalen Beobachtungen der Teilnehmenden aus dem Regensburger Arbeitskreis. Im September 2020 wurden Eltern mit Kindern bis 14 Jahren zu ihren Ess-, Trink- und Bewegungsgewohnheiten befragt. Zentrale Ergebnisse waren dabei, dass vor allem in den Altersgruppen der Zehn- bis Zwölfjährigen sowie 13- bis 14-Jährigen der Konsum von Soft Drinks, wie Limonade, Eistee und Cola zugenommen hatte. So gaben 15 Prozent der befragten Eltern an, dass ihre Kinder während der Pandemie mehr Softdrinks konsumierten. Ebenso stieg in diesen Altersgruppen der Verzehr von salzigen und süßen Snacks und Knabbereien wie Chips und Schokolade bei über 20 Prozent.

Gleichzeitig gaben rund 57 Prozent von ihnen an, dass sich ihre Kinder weniger bewegten. „Wenn Kalorienaufnahme und -verbrauch langfristig auseinanderklaffen, kann das Übergewicht begünstigen“, sagt Hans Hauner, Professor für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München. Deshalb müsse nach seiner Einschätzung die Entwicklung des Körpergewichts von Kindern im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie beobachtet werden.

Corona zum Trotz – bewegter Familienalltag

Der Arbeitskreis der Gesundheitsregionplus möchte hier vorbauen, damit sich „ungesunde“ Gewohnheiten erst gar nicht einschleifen. „Die vermehrte Zeit zu Hause kann man auch sehr gut nutzen, häufiger gemeinsam Aktivitäten an der frischen Luft zu planen oder gemeinsam zu kochen“, so Guido Judex, der als Vertreter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte aktiv im Arbeitskreis mitwirkt. Es gibt viele tolle Möglichkeiten, als gesamte Familie Bewegung in den Alltag zu integrieren, zum Beispiel mit Online-Sportstunden für Kinder oder coole Move-Tutorials unter #gorilla move für die Jugendlichen. „Jede Bewegung zählt, um die Empfehlungen von rund 60 Minuten Aktivität pro Tag zu erreichen“, erklärt Dr. Simone Eckert. Es geht vor allem darum, inaktive Zeiten, zum Beispiel beim Fernsehschauen, zu reduzieren.

Die Zeit würde die Geschäftsstellenleiterin auch besser investiert sehen, wenn Kinder und Jugendliche diese zum Kochen aufwenden würden. Kochkurse in Präsenz sind derzeit zwar nicht möglich, aber auch hier wurden in der Gesundheitsregion Angebote entwickelt, wie Online-Kinderkochkurse und Online-Anleitungen für Jugendliche, die dazu einladen, die Welt der Küche zu entdecken. Viele Familien nutzen bereits die durch die Pandemie zwangsweise gewonnene Zeit, um gemeinsam zu kochen und zu essen. Laut Forsa-Ernährungsreport kochen immerhin 30 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger mehr als vor der Krise und 28 Prozent nehmen häufiger gemeinsame Mahlzeiten ein.

Der Arbeitskreis „Gesund aufwachsen“ hat eine Link-Sammlung mit vielen hilfreichen Anregungen und Tipps zusammengetragen. Die meisten Angebote stehen kostenfrei zur Verfügung unter www.gesundheitsregionplus-regensburg.de. Durch ausreichend Bewegung und gesundheitsförderliche Ernährung kann vermieden werden, dass die von Professor Hauner beschriebene Schere zwischen Kalorienaufnahme und -verbrauch auseinanderklafft. Machen auch Sie mit, starten Sie fit und gesund ins Frühjahr!

Initiative „Regional fit“ (Säule 1 – Ernährung)

Am Montag, 15. März, gab Landrätin Tanja Schweiger den Startschuss für die Initiative „Regional fit“. Im Internet unter www.landkreis-regensburg.de laden Beiträge dazu ein, die Heimat neu zu entdecken. Neben Tipps für Bewegung vor der eigenen Haustür erfahren die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes rund um das Thema Ernährung. Die Themen Kultur und Entspannung machen das Vier-Säulen-Programm rund. Säule 1 – Ernährung liegt in der inhaltlichen Verantwortung von Dr. Simone Eckert, Gesundheitsregionplus Regensburg. Die Webseite www.landkreis-regensburg.de/regional-fit ist eine Initiative des Sachgebiets Wirtschaft, Regionalentwicklung und Tourismus am Landratsamt Regensburg.

Die Gesundheitsregionplus Regensburg beziehungsweise Dr. Simone Eckert stehen per Mail an gesundheitsregionplus@landratsamt-regensburg.de oder Simone.Eckert@landratsamt-regensburg.de zur Verfügung.