Türen aus Verankerung gerissen

Mit Deo gesprüht: 18-Jährige bei Explosion schwerst verletzt

03.12.2021 | Stand 03.12.2021, 12:34 Uhr

−Foto: Jan Woitas/dpa

Zu einer massiven Explosion ist es am Donnerstagabend im Landkreis Amberg-Sulzbach gekommen. Eine 18-Jährige verletzte sich dabei schwerst, ein Kleinkind blieb unverletzt. Die Kripo ermittelt.



Die Explosion ereignete sich gegen 23.15 Uhr in einer Wohnung in Sulzbach-Rosenberg. Wie die Polizei berichtet, war sie so heftig, dass Scheiben zerbarsten und mehrere Türen aus der Verankerung gerissen wurden.

Zigarette angezündet

Nach ersten Ermittlungen hatte die junge Frau offenbar im Badezimmer eine „erhebliche Menge“ Deo versprüht, um sich so in einen Rauschzustand zu versetzen. Als sie sich im Anschluss eine Zigarette angezündete, kam es zu einer schweren Explosion.

Die junge Frau wurde mit schwersten Verbrennungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Laut Polizei befindet sie sich aber nicht in Lebensgefahr. Wie die Polizei berichtet, befand sich in der Wohnung auch ein Kleinkind, das allerdings nicht verletzt wurde.

Kripo ermittelt

Da der Anfangsverdacht einer Straftat besteht, hat die Kripo Amberg die Ermittlungen übernommen. Der Schaden liegt laut Polizei bei rund 40.000 Euro.

Polizei warnt

Die Polizei warnt eindringlich vor den gesundheitlichen Gefahren, von sogenannten „Schnüffelstoffen“ als Drogen. Dadurch kann es unter anderem zu lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen.

− ajk




Hilfe und Beratung

Allein die Warnung vor dem Konsum von Drogen sind keine ausreichende Vorbeugung gegen Drogenmissbrauch. Es gibt jedoch eine Reihe von Anlauf- und Beratungsstellen:


- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.bzga.de; www.drugcom.de
- Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS): www.dhs.de
- Deutscher Caritasverband e.V.: www.caritas.de
- Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS), Fachverband der Diakonie Deutschland: www.sucht.org
- Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne und Töchter e.V. (BVEK): www.bvek.org


Diese Stellen beraten kostenlos und arbeiten nicht mit der Polizei zusammen - den Betroffenen droht dort also keine Strafverfolgung.