Kelheim/Regensburg

Landkreis verkauft Klinik-Anteile für einen Euro an Caritas-Verband

12.01.2022 | Stand 12.01.2022, 10:23 Uhr

Die Gebäude und Grundstücke der Kelheimer Goldberg-Klinik verbleiben zwar im Eigentum des Landkreises, aber der Diözesan-Caritasverband Regensburg will 51 Prozent der Goldberg-Klinik-GmbH übernehmen. −Foto: Ehrlich (Archiv)

Der Landkreis Kelheim will 51 Prozent der Goldberg-Klinik GmbH für einen symbolischen Euro an den Diözesan-Caritasverband Regensburg verkaufen. Damit übernimmt das Caritas-Krankenhaus St. Josef die Mehrheit am chronisch defizitären Krankenhaus.



Am 18. Januar muss der Kelheimer Kreistag noch die politische Entscheidung über die Zusammenarbeit treffen, wie der Donaukurier berichtet. Sobald der Kooperationsvertrag und die Notarverträge unterschrieben sind und der rechtliche Vollzug vollendet ist, wird die Goldberg-Klinik in „Caritas Krankenhaus St. Lukas“ umbenannt. Diese Entscheidungen gaben Landrat Martin Neumeyer (CSU), der Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann sowie eine Riege hochkarätiger Juristen und wirtschaftlicher Berater bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend in Kelheim bekannt.

Zuvor hatten die Mitglieder des Kreistags in einer mehr als dreistündigen nicht-öffentlichen Sitzung die Details der strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Kliniken debattiert. Bereits am Vormittag waren die Betriebsräte beider Häuser einbezogen worden, um dann die Mitarbeiter zu informieren.

Stellenabbau nicht geplant

Ein Stellenabbau ist nach den Worten mehrerer Verantwortlicher nicht geplant. Im Kooperationsvertrag gibt der Diözesan-Caritasverband Regensburg eine fünfjährige Arbeitsplatz-Garantie. Während dieser Frist sind betriebliche Kündigungen ausgeschlossen. Da man die Zahl der Patienten in der Goldberg-Klinik erhöhen wolle, um deren Wirtschaftlichkeit zu steigern, sei vielmehr ein Personalanstieg um 23 Prozent geplant, hieß es.

− rat