Großeinsatz beendet

SEK-Einsatz in Regensburg: War die Bedrohung vorgetäuscht?

22.11.2022 | Stand 23.11.2022, 13:10 Uhr
Philip Hell
Benjamin Neumaier

Mehrere Straßen im Regensburger Westen wurden wegen eines SEK-Einsatzes abgesperrt. Foto: Hell

Seit den Vormittagsstunden kam es in Regensburg zu einem Polizeieinsatz. Grund dafür war ein mögliches Bedrohungsszenario- doch das ist nach dem Einsatz fraglich.



Am Dienstag, 22. November, teilte eine junge Frau gegen 09:20 Uhr der Polizei Oberpfalz mit, dass sich ihr 26-jähriger Bruder in der Gewalt ihres ehemaligen 30-jährigen Lebensgefährten befinden würde. Die Schilderungen deuteten auf ein akutes Bedrohungsszenario in der Puricellistraße unter den zwei wohl einander bekannten Männern hin, teilt die Polizei mit.

Durch die vorliegenden Schilderungen bestand der Verdacht, dass der Ex-Lebensgefährte den 26-Jährigen unter Einsatz eines Messers mit dem Tode bedrohen oder gar als Geisel halten könnte.

Lebensgefahr vermutet
Aufgrund der anzunehmenden Lebensgefahr waren die Einsatzkräfte unter Leitung der Polizeiinspektion Regensburg Süd zu einem angepassten und umsichtigen Einschreiten gezwungen.

Gegen 14.45 Uhr trafen positionierte Spezialeinsatzkräfte vor der beschriebenen Wohnung lediglich auf das vermeintliche 26-jährige Opfer. Derzeit wird geprüft, ob von Beteiligten eine Gefahrenlage lediglich vorgetäuscht wurde. Unter Umständen könnten dadurch auch Straftatbestände erfüllt sein.

Weitere Ermittlungen

Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Regensburg Süd und der Staatsanwaltschaft Regensburg geführt.

ph/nb