Betrieb wird fortgesetzt
Das Regensburger Restaurant Cotidiano am Dörnbergforum meldet Insolvenz an

12.06.2024 | Stand 12.06.2024, 17:53 Uhr |

Das Restaurant Cotidiano verfügt über 60 Plätze im Restaurant und 80 Plätze auf der Terrasse. Foto: Völkl

Das Restaurant Cotidiano in Regensburg musste Insolvenz anmelden. Das Amtsgericht München bestellte laut einer Pressemitteilung Marc-André Kuhne von der Kanzlei dr. kuhne dr. raith rechtsanwälte PartGmbB zum vorläufigen Insolvenzverwalter.



Das Cotidiano befindet sich direkt am Dörnbergforum. Geboten werden dort hochwertige Speisen nach dem „Slow- Food“-Konzept vom Vormittag bis in die Abendstunden. Das Restaurant verfügt über 60 Plätze im Restaurant und 80 Plätze auf der Terrasse. Im Unternehmen sind rund 30 Mitarbeitende beschäftigt – einige davon auf Minijob-Basis.

Probleme seit der Pandemie



Der Restaurantbetrieb des Cotidiano wird unverändert fortgesetzt. Die Gehälter der Beschäftigten sind laut Mitteilung durch das Insolvenzgeld der Bundesanstalt für Arbeit gesichert. Cotidiano ist eine Franchise-Restaurantkette mit 16 Betrieben in Deutschland und Österreich. Das Konzept bietet ein „Nachbarschaftsrestaurant“ mit dem Fokus auf Frühstück, Kaffeespezialitäten und leichte Gerichte mit hausgemachten Produkten.

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Die wesentliche Ursache für den Insolvenzantrag liegt in ungelösten Problemen aus der Phase der Corona-Pandemie. Das Cotidiano sollte nach dem Abschluss des Mietvertrages Ende 2019 im Frühjahr 2020 eröffnet werden. Die Sicherheitsauflagen während der Corona-Krise führten hier zu Verzögerungen und später auch zu starken Einschränkungen des Betriebes. In dieser Zeit liefen gestundete Mieten, Franchise-Gebühren und offene Steuerzahlungen auf.

Auch nach der Pandemie gab es aufgrund einer größeren Baustelle in der Nachbarschaft zusätzliche starke Behinderungen. Die eigentlich geplanten Umsätze konnten laut Mitteilung daher nicht erreicht werden.

Gespräche stimmen optimistisch



In den vergangenen Monaten lief der Restaurantbetrieb demnach sehr zufriedenstellend. Die hohen Forderungen führten dennoch zur Überschuldung des Unternehmens und nach Auslaufen der Stundungsfristen auch zur Zahlungsunfähigkeit und damit zum Insolvenzantrag.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne hat bereits mit Geschäftspartnern, Gläubigern und der Franchisegeberin, der Gustoso Gruppe GmbH, Gespräche geführt. Ziel ist die Erarbeitung eines langfristig tragfähigen Finanzierungskonzeptes. „Die bisherigen Gespräche stimmen mich recht optimistisch. Aber wir haben die Ziellinie noch nicht erreicht“, erklärt Kuhne.