Polizei: Lage war lebensbedrohlich

Bootsunglück in Regensburg: Junges Paar mit Drehleiter gerettet

20.07.2021 | Stand 20.07.2021, 7:47 Uhr

Eine ausgefahrene Drehleiter der Feuerwehr. −Foto: Wolf/Archiv

Bei einem großen Rettungseinsatz am Montagabend auf der Donau in Regensburg haben Einsatzkräfte einem jungen Paar das Leben gerettet. Der Motor ihres Sportboots war ausgefallen und es drohte zu kentern.

Das Paar war laut Polizei mit ihrem Sportboot auf der hochwasserführenden Donau unterwegs, als der Motor mit Innenborder-Antrieb aufgrund eines technischen Defekts ausfiel. Antriebslos steuerte das Boot mit den beiden Personen an Bord auf das Pfaffensteiner Wehr zu und und prallte „mit großer Wucht“ gegen die Wehrmauer. Dabei wurde es zwar beschädigt, allerdings nicht so schwer, dass es direkt sank.

Rettung mit 100 Einsatzkräften

Gegen 20.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst, DLRG, Wasserwacht und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung per Notruf alarmiert. In schneller und enger Zusammenarbeit gelang es den über 100 Einsatzkräften das Paar mit der Drehleiter aus ihrer Lage zu befreien. Sie wurden laut Polizei nicht verletzt, erlitten aber einen Schock.

Polizei: Lage war lebensbedrohlich

Zunächst entschieden die Einsatzkräfte vor Ort das Sportboot nach Abwägung aller Gefahren am Wehr festzumachen und erst am Dienstag mit einem Kran aus der Donau zu heben. Noch am Montag wurde es allerdings durch den kraftvollen Sog der Wassermassen zum kentern gebracht und sank - Laut Polizei ein Beweis dafür, wie gefährlich die Situation für die beiden Passagiere war, die ein Sinken des Bootes in der aktuellen Hochwasserlage wohl nicht überlebt hätten.

40.000 Euro Schaden - Staustufenüberweg gesperrt

Die Beamten hoffen, dass die Vertäuung das gesunkene Boot zumindest vor dem Wehr hält, so dass es nicht in seine Einzelteile zerlegt wird. Nachdem nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Vertäuung reißen und zurückschnalzende Enden den Personenverkehr auf dem Staustufenüberweg gefährden könne, bleibt dieser bis zum Dienstag gesperrt. Der Totalschaden am Sportboot belaufe sich bereits jetzt auf 40.000 Euro.

− ajk