Weitere Unwetter erwartet

Auch in Bayern: Schwere Gewitter in der Nacht auf Freitag

20.05.2022 | Stand 20.05.2022, 8:45 Uhr

Die Unwetter ziehen laut DWD weiter nach Norden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Vollgelaufene Tiefgaragen, Blitzeinschläge, umgestürzte Bäume. Das gefürchtete Unwetter kam und war doch weniger heftig als vorausgesagt. Nun soll das Gewittertief Richtung Norden ziehen.



Das Unwetter in Deutschland hat sich in der Nacht zum Freitag etwas beruhigt. Die Schäden waren weniger schwer als zunächst erwartet. Gegen Mitternacht hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die bestehenden Unwetterwarnungen zunächst auf. In der Region gab es Warnungen etwa für die Kreise Dingolfing-Landau, Kelheim, Straubing-Bogen, Landshut, Mühldorf am Inn, Altötting und Regensburg.

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In der Nacht wüteten vor allem in Franken noch einzelne, teils kräftige Gewitter mit Starkregen, kleinerem Hagel und Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometern.

Unterfranken: Dachstuhl durch Blitzeinschlag in Brand geraten

So ist etwa in Zellingen im Landkreis Main-Spessart (Unterfranken): Dort ist der Dachstuhl eines Wohnhauses offenbar nach einem Blitzeinschlag in Brand geraten. Das teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Es sei niemand verletzt worden. Der Sachschaden, der an dem Gebäude entstanden ist, sei jedoch hoch. Er liegt nach ersten Schätzungen bei rund 250.000 Euro.

Ansonsten richteten die Gewitter in Bayern vergleichsweise wenige Schäden an. In den meisten Fällen rückte die Polizei wegen umgestürzter Bäume, umgeknickter Verkehrsschilder und vollgelaufenen Kellern aus. Für den Freitag meldet der DWD vor allem für Nordbayern Starkregen und Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern. In der Nacht zum Samstag soll es in den Alpen und im Alpenvorland zu Starkregen mit bis zu 35 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden kommen.

Zuvor war eine Gewitterfront über den Westen Deutschlands gezogen. Vielerorts verdunkelte sich schlagartig der Himmel. Es gab lokal heftige Regenfälle, Donner und Blitze. Auch im Norden kam es zu heftigen Niederschlägen. In Hamburg musste eine vollgelaufene Tiefgarage von der Feuerwehr abgepumpt werden. Auch in Baden-Württemberg im Landkreis Ludwigsburg musste die Feuerwehr Keller auspumpen und mit Schlamm bedeckte Straßen räumen.

Teils extreme Gewitter in Nordrhein-Westfalen erwartet

Ab Freitagmittag erwartet der DWD in Teilen Nordrhein-Westfalens und der nördlichen Rheinland-Pfalz bis nach Brandenburg und Sachsen teils extreme Gewitter mit schweren Sturm- und Orkanböen sowie heftigem Starkregen und Hagel. Starke Gewitter soll es auch im Südwesten geben. In Nord- und Mittelhessen dagegen wird stellenweise Nebel erwartet. Zum Wochenende beruhigt sich das Wetter dann zunächst wieder. Im Norden bleibt es wechselhaft.

Schon am Donnerstag hatte eine Gewitterfront am Nachmittag Nordrhein-Westfalen erreicht. Das Unwetter war über den Südwesten bei Aachen gezogen und dann über das Rheinland sowie das Münsterland und das Ruhrgebiet hinweg. Später zog die Gewitter-Front weiter über Südwestfalen Richtung Ostwestfalen-Lippe.

Bahnverkehr wegen Unwetter teilweise unterbrochen

Wegen des Unwetters war zeitweise auch der Bahnverkehr in die benachbarten Niederlande unterbrochen. Am späten Abend meldete die Bahn dann auf Twitter, internationale Fernzüge zwischen Amsterdam, Köln und Frankfurt seien wieder ohne Einschränkungen unterwegs.

− dpa/khu