Große Durchsuchungsaktion

Waffenhändler aus dem Raum Straubing geriet ins Visier der Kripo

14.04.2021 | Stand 14.04.2021, 13:36 Uhr

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Ein Waffenhändler aus dem Landkreis Straubing-Bogen ist im November 2020 ins Visier der Ermittler geraten. Nun kam es zu einer großen Durchsuchungsaktion in Niederbayern und der Oberpfalz.

Von sms/pm

Zuvor war bei der Straubinger Kriminalpolizei ein anonymer Hinweis über mögliche Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz eingegangen. Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Straubing erhärteten schließlich den Verdacht gegen einen Mann aus dem Landkreis Straubing-Bogen.



In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Straubing wurden Durchsuchungsbeschlüsse für mehrere private und gewerbliche Räumlichkeiten erwirkt, wie das Polizeipräsidium am Mittwoch mitteilte. Gemeinsam mit Kriminalbeamten aus Regensburg, dem Bayerischen Landeskriminalamt und Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei waren bei der Aktion am Dienstag insgesamt rund 100 Beamte im Einsatz, um neun Objekte in Niederbayern und der Oberpfalz nach Beweismitteln für das Verfahren zu durchsuchen.



Großteil der Waffen „unbedenklich“

„Der Großteil der aufgefundenen Waffen war rechtlich unbedenklich“, so die Polizei. Die Landratsämter Straubing-Bogen und Regensburg überprüfen die Feststellungen, insbesondere hinsichtlich der räumlichen Gegebenheiten, auf etwaige Verstöße. Da außerdem bei einigen aufgefundenen Schusswaffen Ungereimtheiten bezüglich der Registrierung festgestellt wurden, seien weitere Ermittlungen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörden erforderlich. Drei Schusswaffen wurden wegen möglicher besitz- und aufbewahrungsrechtlicher Verstöße sichergestellt. Darüber hinaus wurden drei Tierfelle wegen eines Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Straubing in Zusammenarbeit mit den zuständigen Sicherheitsbehörden und der Staatsanwaltschaft Straubing geführt.