Ende der Corona-Pause

Straubinger Metal-Band meldet sich mit neuen Songs und Doppelkonzert zurück

16.07.2021 | Stand 16.07.2021, 8:59 Uhr

Niko Lambrecht, Alexander Li, Joachim Ferstl und Jonas Fischer freuen sich, endlich wieder live auftreten zu können. −F.: pm

Die Straubinger Metal-Band „Mynded“ meldet sich aus der Corona-Pause zurück - und das mit neuen Songs und einem Doppelkonzert.

Mynded? Kann man das essen? Ist das Fachchinesisch? Nicht doch! Mynded ist ein Musikensemble. Um genau zu sein: eine wilde Straubinger Thrash-Metal-Band mit allem Drum und Dran: schnelle elektrisierende Riffs, treibende Drums, mitreißende Liveshows und Headbanging bis zum Umfallen. Denn Halbgares, Halbherziges gibt es den vier Jungs zufolge schon zur Genüge.

Gestartet hat das Quartett 2011 wie jede Band: grün hinter den Ohren, aber von an Anfang an hungrig auf mehr. Mehr Proben, mehr Auftritte, mehr Disziplin für alle Belange der Band. So folgte 2013 bereits das erste Manifest in Form einer komplett selbstproduzierten EP mit dem Titel „Humanity Faded Away“.

Von kleinsten Kneipen zu großen Festivals

Die Spielfreude der Jungs machte schnell ihre Runden, so dass 2014 schon die erste kleine Tournee absolviert werden konnte. Ein Jahr darauf erblickte das Debütalbum „Dead End Paradise“ das künstliche Licht der Plattenläden. Mit einem Label samt weltweitem Vertrieb als Verstärkung wurde das Album zu einem persönlichen Meilenstein der Band. Musikalisch fasst das Werk die damaligen Einflüsse und Vorbilder von Mynded perfekt zusammen: Vergleiche sowohl mit den Giganten des Thrash Metals (Metallica, Megadeth, Anthrax, Testament) als auch mit moderneren Bands wie Trivium oder Lamb of God ließen nicht lange auf sich warten.

Es folgten knapp 100 Shows, die ohne jegliche Bookingagentur an Land gezogen wurden, ganz im Do-it-yourself-Stil. Vom Proberaum im Straubinger Bandhaus in die kleinsten Kneipen, über umfunktionierte Traktoranhänger bis hin zu den Main Stages von großen Festivals wie den Metaldays haben die vier Rocker alle Bühnen bespielt. Sogar nach Kiew in die Ukraine wurden sie eingeladen, um die einst im Jugendzimmer komponierten Lieder zum Besten zu geben. All die zurückgelegten Kilometer mit eingequetschten Gliedmaßen im vollbepackten Auto, all die filmreifen Aftershow-Partys, all diese Erfahrungen machen Mynded zu mehr als nur einer gewöhnlichen Band unter vielen. Sie ist eine Einheit, verbunden durch tiefe langjährige Freundschaft und absolute Leidenschaft zur Musik.

Konzert am Samstag in Plattling

Wie alle Musikschaffenden hat die Corona-Pandemie „Mynded“ voll getroffen. Die Jungs allerdings nutzen die Zeit fürs Songwriting. Aktuell konzentriert sich die Truppe mit Niko Lambrecht (Vocals, Guitars), Jonas Fischer (Bass), Joachim Ferstl (Drums) und Alexander Li (Guitars) auf ihr zweites Album. Zehn neue Songs sind geschrieben und werden gerade aufgenommen. Nach der gefühlt ewigen, coronabedingten Veranstaltungspause freuen sich Mynded ungemein, wieder auf die Bühne losgelassen zu werden. Das Publikum darf sich auf neue, noch nie performte Songs, aber auch auf alte Gassenhauer der Band freuen. „Wärmt schon mal eure Nackenmuskeln auf, es wird wieder laut“, verspricht Niko.

Den Beweis, dass das nicht zu viel versprochen ist, treten die vier Musiker am Samstag, 17. Juli, mit einem Doppelkonzert an: Zuerst rockt „Mynded“ um 15 Uhr den Plattlinger Volksfestplatz. Bereits um 20 Uhr stehen sie dann als Hauptact im Landshuter Rocketclub (Eintritt frei) auf der Bühne. Die Jungs können es kaum erwarten: „Endlich können wir es auf der Bühne wieder richtig krachen lassen.“

− sw